0-V-2 mit EF98 und PCL86 auf dem Steckboard RT100 von Modul Bus




Das Ziel: Ein Kurzwellenradio mit Lautsprecher, aber mit geringer Spannung und einfachem Netzteil.
Durch die im Forum stattfindenden Themen zu den verschiedensten Steckboards habe ich mich nun darangemacht, einen 0-V-2 mit diesem von Modul Bus, den RT100, aufzubauen.

Röhren: Da ich etliche EF98 zur Verfügung habe, und diese sich geradezu anbieten aufgrund ihrer Steilheit und niedrigen Anodenspannung, verwendete ich diese im Audion, sowie die PCL86 (weil in Massen verfügbar) als Endverstärker. Diese können in Reihe geheizt werden, man braucht nur einen Trafo mit 24 V ~.
Durch eine Kaskade (Spannungsverdopplung) liefert sie dann ca. 60 V Anodenspannung.
Das ganze Netzteil kann mit auf dem RT100 aufgebaut werden, Trafoanschluss über die vorhandenen Steckbuchse.
Der 20-Ohm-Widerstand wurde im oberen, ersten durch eine dritte Röhre ersetzt, eine EF85 war noch übrig...

Das Audion
Die Spule mit Ferritschraubkern kommt von Conrad (Hersteller: Ger Reinhöfer), Lieferangaben am Seitenende). Sie wird mit insgesamt 25 Windungen, Anzapfungen bei der 2. und bei 10., mit Cul 0,3 bewickelt.
Man kann den Bereich ab 5,8 MHz einstellen, der Empfang reicht oben bis ca. 12 MHz - was etwa 20 bis 49 Meter entspricht. - Mit dem Ferritkern hat man eine hohe Güte, vergleichbar mit einer großen Luftspule.

Das Schaltbild
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Einstellung der Rückkopplung wird über G2, die Spannung dafü am Poti mit einer Zenerdiode stabilisiert.

Der Endverstärker:
eine hohe Gesamtverstärkung erfordert einen Kondensator 1 nF an der Anode der Triode gegen Schwingneigung.. - Die zusätzliche Siebung über 1 kOhm und 100 F macht das Radio völlig brummfrei.
Der Aü ist ein 10:1 NF-Übertrager mit Ferritkern von Reichelt (nach Vorschlag von http://www.elexs.de/rt100c.htm), gesteckt auf die noch freie 7-Pol Fassung des RT100. (Der Zwischenübertrager wurde beispielsweise früher als Eingangs-Trenntrafo für Lichtorgeln verwendet...) Dieser Trafo reicht für den Anodenstrom von ca. 5 mA aus, bis zu 10 mA ist er verzerrungsfrei. Die Tiefenwiedergabe ist für ein Radio überraschend gut.
Mit einem größeren, externen Übertrager könnte man natürlich noch mehr Klangfülle erreichen - mir ging es hier aber darum, alles komplett auf dem RT100 zu haben.

Nochmals ein Foto mit der EF80 als Heizungs-Vorwiderstand:


Die Ergebnisse:
Empfindlichkeit und Trennschärfe sind überraschend gut. Mir machts noch mehr Spass mit ihm als mit meinem 1-V-2!
Fast keine Empfindlichkeit gegen Annäherung der Hand. Gute Stabilität dank niedriger Antennenkopplung. Mit dem großen Drehko-Knopf ist die Senderwahl sehr fein einstellbar.
Die Lautstärke ist wirklich satt, mit dem kleinen Ferrit-Übertrager. Das ganze ist völlig brummfrei, trotz Wechselspannungsheizung, die Platine des RT100 hat eine große Massefläche die als Abschirmung dient. Damit erreicht man im Testaufbau ähnlich gute Ergebnisse wie mit einem Metallgehäuse.

Die nächsten beiden Fotos zeigen einmal den Betrieb mit einem 20-Ohm-Vorwiderstand sowie mit einer 0,3A - Glühlampe:




Eine Nahaufnahme des Steckaufbaus:


- Und eine Nahaufnahme des Übertragers, ich habe die Zuleitungsdrähte etwas verlängert damit ich ihn leichter in die Röhrenfassung stecken konnte:


Hier der Link zu Conrad-Elektronik, von der ich die verwwendete Spule habe (Hersteller: Gerd Reinhöfer...), im Link findet sich auch gleich praktischerweise ein Berechnungsprogramm, um diese Spulen nach Bedarf zu wickeln:
http://finder.conrad.de/ tipps_tricks/view/Artikelinfos/elector_Spulen/spulen.html.

Zum Abschluß noch letztes Foto, welches den verwendeten und nach der Conrad-Berechnungstabelle bewickelten Spulenkörper in Nahaufname zeigt:


Viel Spass beim Nachbau!

Zurück zur Hauptseite