Monoblock SE 6C33C-B
von Klaus



Hallo Jochen!
Nach halbjähriger Bauzeit und vielenTestphasen ist "ER" nun fertig. Ein Gerät, das ein gutes Aussehen hat, außerdem klein in der Ausführung und super im Klang. Es ist der kleinste Monoblock aus der 3er Serie 6C33-B!




Dazu mussten einige Voraussetzungen geschaffen werden:

Die Trafos
Es war mir klar, dass für diese neue Entwicklungen nötig werden, da der Netztrafo und der Eintaktübertrager nur mit einer maximalen Größe von 110 x 110 x 90 mm geplant waren. Der Eintaktübertrager primär ca. 600 W und sekundär 4 und 8 W ist eine Spezialausführung, vergossen und mit der gleichen Abdeckkappe wie der Netztrafo versehen. Für den Netztrafo N1 benötigte ich eine Leistung von ca. 240 VA. Für den Übertrager ca. 20 Watt, sie sollten in ein Metallgehäuse eingebaut, vergossen und endfinish gepulvert sein!
Die Fa. Müller aus dem Vogtland hat diese Trafos hergestellt.

Das Gehäuse
hat die Größe einer DIN A 4 Seite –230 x 57 x300 mm - dadurch kann man das Gerät auf jede Lautsprecherbox stellen, meine Vorstellung zwecks Aussehen war, es sollte schwarz mit silbernen Eckleisten sein – die Fa. ELCAL hatte es im Programm!

Die Röhrenbestückung
Für die Signalverarbeitung blieben es die gleichen wie bei meinem SE Vollverstärker. Alle Anodenspannungen wurden auf Röhrengleichrichtung umgestellt. Die Gleichrichterröhre für die Endstufe ist mit der neuen indirekt geheizten 5U4 GB EH bestückt. Interessant ist auch, dass man auch die direkt geheizte 5U4 G Gleichrichterröhre verwenden kann. Die Röhre ist in Flaschenform gebaut, sieht sehr gut aus und hat bei Klassischer Musik einen wunderbaren, feinen und warmen Klang.

Die Betriebsspannungen der Vorröhren werden von der englischen Gleichrichterröhre 6X5 GT versorgt.
Das Gerät ist mit zwei Gleichrichterröhren bestückt.
Die 6SL7 GT ist eine Jan Röhre in W Ausführung.
Die Eintakt-Endröhre 6C33C ist original verpackt, da ist man sicher, das sie nicht schon in vielen Löchern (Sockel) gesteckt hat.

Einbau der Teile




Im Monoblock finden nur hochwertige Teile Verwendung. Die Befestigung der Trafos ist im hinteren Teil des Gerätes, die leichte Abrundung derselben ist sehr gut gelungen, beide sehen gleich aus – schwarz gepulvert.
Alles am Gehäuse ist verbessert worden, sämtliche Gehäuseteile sind angefräst mit Schnoorsicherungen versehen und mit den Schutzleiter verbunden.
Das hintere Teil des Gehäuses ist mit einen Aluwinkel versehen, um genug Stabilität für den Aufbau der Trafos zu gewährleisten.



Die Frontplatte
ist schwarz eloxiert, der Mittelpunkt ist das Anzeigeinstrument für den Ruhestrom, rechts der Pegelregler zum Einstellen der Grundlautstärke, links der Regler zur Ruhestromeinstellung.


Die Rückplatte
Man muss genau hinsehen, sie wirkt durch die 30A Lautsprecheranschlüsse noch kleiner. Der Monoblock hat 4 + 8 Ohm Anschlüsse. Rechts der Netzkaltgeräteanschluss, in der Mitte die Sicherungen, links der hochwertige Chinch-Anschluß in vergoldeter Ausführung.



Die Schaltung
Das Netzteil besteht aus 3 Teilen. Der Ringkerntrafo hat eine Leistung von 240VA. Die Sekundärwicklung ist in 6 Betriebsspannungen unterteilt. Über ein Netzfilter wird die Netzspannung zu einen Kippschalter 2xVM 6A geleitet, da der Trafo sehr niederohmig ausgelegt ist, dient das VZ-Modul (Fa. Reichelt hat es im Programm) zur Einschaltverzögerung.
Über die Bauelemente R1, C1 und Varistor S14 K250 wird der Trafo N1 in Betrieb genommen.

Schaltbild Netztrafo
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Das Netzteil 2 besteht aus 5 Sekundärwicklungen 130V 0,1A für die NGV, 300V 0,1 A für die Betriebsspannung der Vorröhren, 220V 0,3A für den Betrieb der Endstufe mit der 6C33-B.

Die Kühlung der Endröhre ist neu, statt um die Röhre Löcher zu bohren wurde jetzt eine Öffnung von 60 mm Æ ausgeschnitten und je nach Platz Distanzrollen aus MS zwischen Röhrensockel und Chassis gelegt und verschraubt.
Eine Beschreibung der Endröhre 6C33C-B, sowie die Betriebsdaten und Leistungen der 6C33C-B, ist in "Jogis-Röhrenbude" unter "Russische Röhren" ausführlich nachzulesen!

Die NGV wird mit der Diode D1, dem Lade C und R1 2,2k und den Sieb C erzeugt. Die Widerstandskombination ist notwendig um den Ruhestrom von 50-180mA einzustellen – und das bei vollen Betrieb!

Der eingestellte Ruhestrom wird mit einem Drehspulen-Einbauinstrument 500mA / 1 W angezeigt. Die Beleuchtung wurde mit LED’s vorgenommen und auf die Farbe der Röhrenheizung abgestimmt. Der optimale Ruhestrom ist farbig gekennzeichnet.

Schaltbild Netzteil
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Die Betriebsspannung für die Vorröhren erzeugt Röhre "2" – die 6X5 GT ist eine englische NOS-Röhre und sieht außerdem noch sehr gut aus mit ihrer rot leuchtenden Kathode.
In Einweggleichrichtung mit RS, Widerständen Lade C und Siebwiderständen wird die Spannung +1 und +2 erzeugt. R 12 entlädt die Kondensatoren im ausgeschalteten Gerät und gibt damit Sicherheit bei Reparaturen und Einstellarbeiten.
Der Widerstand R 3 = 100W 2W überbrückt die Betriebs- und Gehäusemasse und stellt so die Abschirmfähigkeit des Gehäuses sicher.

Für die Betriebsspannungen der Endröhre ist die Röhre "1" – 5U4 GB EN zuständig. Da die Wicklung 220V 0,3A für die 5U4 nur einmal vorhanden ist und der Ringkern bei Einwegschaltung Schwierigkeiten machen kann, wird die klassische Brückengleichrichtung verwendet mit 2 x 1N4007.
Über Siebwiderstände R 9 und R 10 und ca. 1500΅F Lade + Siebkapazität wird die Gleichspannung + 3 für die Endstufe bereitgestellt.
Zur Sicherheit sind sämtliche Gehäuseteile über angefräste Flächen und Schnoorsicherungen mit den Schutzleiter verbunden. Über die Kaltgerätesteckdose mit voreilenden Schutzleiterkontakt wird die Leiterverbindung hergestellt.

Die Wicklung 12,6V 8A dient zum heizen der 6C33 und über die Sicherung 1,6tr werden die Vorröhren über den Regler LT1086CT geheizt. Die 2 Relais 16 A sind notwendig, sie trennen beim Ausschalten den Lautsprecher vom Übertrager.

Schaltbild R&oum;hrenheizung
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Die Schaltung ist als SRPP ausgeführt, andere Schaltungen wurden auch getestet, auch die dazu passenden Röhren – die SRPP bringt aber ohne GK in den Höhen bessere Werte. Der Eingangswiderstand wurde auf ca. 100 kW festgelegt. Die Koppel-C sind mit den AUDYN-Cap Plus bestückt. Der Folienkondensator MkP hat 2 Wicklungen in Reihenschaltung, die Beläge sind vakuum-metallisiert, das C ist in ein Alu-Gehäuse gegossen. Der Kondensator ist speziell für High-End Geräte und optimale Musikwiedergabe geeignet. Die in den Kathoden liegenden C’s sollten nicht verändert werden – sie sind optimiert worden.
Die offenen Nullpunkte in der Schaltung sollten zu einen gemeinsamen Punkt zusammengeführt werden.
Über die Widerstände R 12 /1,5 W und R 13 /8,2 W und den Innenwiderstand des Analogmessinstruments wird eine in mA genaue Anzeige erreicht.

Schaltbild Endstufe
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Alle 6C33-B Amp sind mit einer blauen Leuchtdiode ausgestattet.
Die Ausgangsleistung dieses Eintakt-Monoblocks wurde an 8 W auf ca. 7 Watt eingestellt.
Folgendes wäre noch zu sagen: ein optimaler Schaltplan ist noch lange kein fertiges Gerät. Es gehört viel mehr dazu.

Sockelschaltbilder
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Meine Bitte – schaut Euch den Bauplan des Push-Pull Verstärkers, den ich Jochen jetzt mitgegeben habe und der in den nächsten Tagen noch von Jochen in die PP-Seite eingebaut wird, mal an!!

Tschüss, Euer Klaus

Für daran Interessierte habe ich hier einen Link auf eine PDF-Datei platziert, die die Stücklisten zum Monoblock-Amp enthält.


Die folgenden Fotos zeigen den real existierenden Line-MM-MC-Vorverstärker, den Klaus zum auf dieser Seite vorgestellten Amp entwickelt hat - er passt natürlich auch zu jedem anderen Verstärker, speziell (vom Design) zu den von Klaus gebauten.
Der hier gezeigte MM-MC-Line-Vorverstärker zeigt fantastisch gute Werte, ist dabei absolut und völlig ohne alle die so oft genannten Probleme.






Ich werde weitere Fotos, die gesamte Beschreibung hierfür und, selbstverständlich, auch sämtliche Schaltungen parallel mit dem Erscheinen meines zweiten Buches, "Jogis Röhrenbude 2" im Sommer oder Herbst 2005, vorstellen...

Die Besucher des Röhrenbudestammtischs werden ihn jedoch schon real sehen und bewundern können, und auch mit Klaus über dieses und andere Geräte fachsimpeln können.

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