Das Röhrenprüfgerät TUBE – TESTER - V 04
von Siegfried Neumann

Hinweis ! Diese Seite ist ausschliesslich nur für den privaten und nicht für den gewerblichen Gebrauch (z.B. Internet-Auktionen !) bestimmt.
Es dürfen keine Fotos und Texte ohne meine vorherige Zustimmung verwendet werden !


Nun habe ich schon einige Röhrenprüfgeräte gebaut, aber es mußte sein, dass ich mich nochmals an die Arbeit machte, um ein Gerät zu bauen welches gegenüber meinen Vorgängermodellen einige Vorzüge besitzt:
  1. Anodenspannungspannungerzeugung mit einem Schaltnetzteil 20 bis 60 (80) Volt, 100 mA.
  2. Gitterspannungerzeugung +15 bis – 15 Volt mit einem Schaltnetzteil.
  3. Heizung 1,3 bis 6,3 Volt 3 Amp.
  4. Die Röhrenfassungen sind mit Hilfe von Drehschaltern programmierbar, selbst Röhren wie z.B. ECH81, ECCxx, ELxx u.s.w. können geprüft werden, selbstverständlich lassen sich R, A, D, K, u.s.w. prüfen.
  5. Das Gerät kann jederzeit noch mit anderen Röhrenfassungen bestückt werden.
  6. Akkubetrieb 9,6 Volt 2200 mAh.
  7. Kleines Gewicht, da speziell für Flohmarkt gedacht.
  8. Strom und Spannungsanzeige mit Hilfe von 2 Digitalanzeigen.

Gesamtansicht des Gerätes:



Frontansicht:



Einstellung der Drehschalter für eine ECH81 (Heptode):



Gerät von oben:



Einstellung -Ug 1,02 Volt; Ia 4,7 mA bei der ECH81 (Heptode):



Einstellung Heizung 6,35 Volt; Ua 66,0 Volt:



Schalterplatine Bestückungsseite:



Schalterplatine Lötseite:



Stromversorgung: Anodenspannung, Gitterspannung und Heizspannung:




Die Schaltbilder stellen keine Bauanleitung dar, sondern dienen nur zur allgemeinen Information und Entwicklung eigener Ideen. - Zunächst einmal ein Übersichts-Schaltbild; es zeigt das Gesamtkonzept:

Konzept
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Schaltbild 1 zeigt die Verdrahtung der Röhrenfassungen und der Drehschalter. Die Verdrahtung der Fassungen ist so gewählt, dass man die Drehschaltereinstellungen mit Hilfe der Franzis RTT direkt übernehmen und einstellen kann.
Die Drehschalter wurden auf einer Leiterplatte angebracht, dadurch wurde der Verdrahtungsaufwand erheblich reduziert.
Hinweis: Hier bitte noch einmal als Beispiel das dritte Bild von oben anssehen: Einstellung der Drehschalter für eine ECH81 (Heptode) - nimmt man sich hierzu den RTT Schwandt vor und vergleicht die eingetragenen Daten mit den gezeigten Schaltereinstellungen, wird sofort alles klar...

Schaltbild 1
(Mit der Maustaste das Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Schaltbild 2 zeigt die Erzeugung der Anoden-, Gitter 2 und Gitter 3 Spannung mit Hilfe des Schaltreglers MC 34063A. Die Diode sollte eine schnelle Schaltdiode sein, der Transistor ein schneller Schalttransistor mit Uce von mindestens 150 Volt. Als Schalttransistor ist ein MOSFET weniger geeignet, da der MC 34063 keinen komplementären Ausgang zum Treiben des Gates hat. Immerhin hat ein MOSFET (z.B. BUZ xx) eine Eingangskapazität von ca. 1000 pF !!


Schaltbild 3 zeigt die Umschaltung zwischen Anodenspannung und Anodenstrom mit Hilfe eines 3 poligen Schalters. Als Anzeige wurde der Typ PM428 von der Firma Pollin verwendet.


Schaltbild 4 zeigt die Erzeugung der Gitter 1 Spannung, die auch mit Hilfe eines Schaltreglers erzeugt wird. Die Gitterspannung lässt sich von – 15 bis + 15 Volt einstellen.


Zur Heizungsregelung wurde ein Low Dropout Regler vom Typ LT1085 verwendet.
Die Beschriftung wurde mit dem Front-Designer von Abacom hergestellt, auf Fotopapier gedruckt, laminiert und auf das Gehäuse aufgeklebt.

Bedanken möchte ich mich bei Sven, der mir einen Teil der Leiterplatten hergestellt hat und bei Harald Naafs, der einige Ideen mit eingebracht hat.

Gruss, Siegfried Neumann

Zurück zur Hauptseite