Röhrenprüfgerät
- von Michael Uhlmann

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Ich möchte hier meinen selbstgebauten Röhrenprüfer vorstellen.
Es sollte ein kleines Gerät werden für den gelegentlichen Gebrauch.
Die Schaltung ist teilweise von Hans Borngräber abgeguckt. Der Aufbau ist etwas gedrängt, da der Trafo von Jan Wüsten für das vorhandene Gehäuse etwas groß geraten war.


Innenansicht, unten auf Kühlkörper der P4NB80 und darunter stehend der VB408, links der LM337


Die Heizspannung ist auf 6,3 Volt beschränkt, für andere Spannungen läßt sich ein Labornetzteil verwenden. Die beiden Dioden sollen die Spannung etwas reduzieren, da die Heizwicklung für 4 A ausgelegt ist.
Ich habe nur eine regelbare Anodenspannung vorgesehen. Der Regelbereich ist von 95-290 Volt bei einer Strombegrenzung von ca. 100 mA wegen der thermischen Belastung des Regeltransistors und des Potentiometers.
Der Ausgang ist kurzschlußfest.


Die Schirmgitterspannung wird an der Anodenspannung abgenommen. Der 100 Ohm Widerstand wurde experimentell festgelegt, da die Schaltung sonst ins Schwingen gerät. Außerdem ist noch ein Kondensator 0,1 von G2 nach Masse. Das Problem der Schwingneigung beim prüfen von Pentoden kann durch Einbau eines 1k-Widerstandes in die G1 Leitung beseitigt werden.

Der Regler für die negative Gitterspannung (1,26 - 27 V) ist eine Standardschaltung mit LM337. Da dieser keine einstellbare Strombegrenzung hat (intern bei 1,5A) habe ich eine rückstellende Sicherung PFRA 017 vorgeschaltet.
Damit ist dieser Ausgang auch kurzschlußfest. Da sich die Gitterspannung nicht auf Null herunterregeln läßt, werde ich noch das Poti durch eine Ausführung mit Schalter ersetzen und damit den Eingang des LM337 unterbrechen.
über zwei Meßinstrumente läßt sich einmal der Anodenstrom umschaltbar 10 / 100 mA und die Anodenspannung bis 300 V sowie die Gitterspannung bis 30 V anzeigen.


Hier beim Prüfen einer ECL80, Ua=200V, Ug=8,0V, Ia=16 mA


Über die Taste vac wird ein Widerstand 510 k zur Vakuumprüfung eingeschleift und über die Taste -K läßt sich Heizungs-Kathodenschluß prüfen. Die Elektonik ist auf einer Lochrasterplatte aufgebaut.
Die parallel liegenden Buchsen Ua und -Ug sind für den Anschluß an zusätzliche Meßinstrumente oder externe Schaltungen vorgesehen. Somit hat man auch ein kleines Experimentiernetzteil.
Die Kontakte der 7-, 8- und 9-poligen Röhrenfassungen sind parallel auf entprechende Buchsen geführt und werden über kurze Kabel mit den entsprechenden Spannungsanschlüssen verbunden.

Ist sicher nicht ganz perfekt, aber für meine Zwecke ausreichend. Danke auch für die Unterstützung an Hans und Wendy!


Und hier eine KT66 mit Ua=250V, Ug=15V, Ia=82mA, was schon die Schmerzgrenze des Gerätes darstellt.


Zum Prüfen habe ich mir Tabellen in folgender Form gemacht:


Viele Grüße
Michael Uhlmann (micha-uhl)