Seltsames und Merkwürdiges - die REN 327

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Das folgende Bild zeigt die Röhre REN 327 von TFK


Vor einiger Zeit hatte ich das Glück, in den Besitz dieser merkwürdigen Röhre zu gelangen; merkwürdig deswegen, weil sich bislang kein Datenbuch, keinerlei Lektüre, fand die diese Röhre beschreibt oder gar ein Datenblatt zeigt. - Es scheint fast, als gäbe es sie überhaubt nicht.










Wolfgang Holtmann schrieb auf meine Anfrage im Forum folgendes:
Ein Beitrag im Radiomuseum von Konrad Birkner betrachte ich als sehr hilfreich zur Erklärung der "komischen" TFK REN327.
http://www.radiomuseum.org/forum/strange_telefunken_tubes.html
Danach könnte Deine Röhre von TELEFUNKEN Italien (Mailand) gefertigt sein und entspräche dann in den Daten der amerikanischen indirekt geheizten Triode Type 27.


In einem weiteren, späteren Beitrag schrieb Wolfgang u.a. folgendes:
Gestern hat Herr Birkner im RM.org mögliche Erklärungen der TELEFUNKEN Röhrenreihe beginnend mit „3“ gegeben. http://www.radiomuseum.org/forum/me...ige_telefunken_roehrentypen.html
Es handelt sich dabei um Exemplare, welche mit den amerikanischen Paralleltypen vergleichbar sind.
Wie die Fotos zeigen, ist ein 5-Stift Europasockel (mit Code „te“ = Juli 1931) montiert. Ebenso sind die handschriftlichen Vermerke über die elektrischen Daten gänzlich abweichend gegenüber einer 27.
Dann sieht man, der abschirmende graue Außenbelag wurde teilweise entfernt. Das bedeutet, die jetzt deutlich sichtbare TFK Gravierung REN327 war ursprünglich verdeckt. Es könnte damals (eventuell) eine abweichende Typenbezeichnung aufgedruckt sein?
Der Firmenstempel ist nicht voll lesbar. Ich errate da einen Elektromeister Gotthilf ... aus Dresden?


In einem weiteren Beitrag schrieb Wolfgang:
Ich schrieb: "Ebenso sind die handschriftlichen Vermerke über die elektrischen Daten gänzlich abweichend gegenüber einer 27."
Nach dem Datenblatt einer RCA 27 zieht diese Triode normalerweise bei Ua 200V einen Ia von ca.10mA, bei einer Ug von -11V. Allerdings könnte Jogis Röhre einen Emissionsverlust haben und sich die 10,5mA erst bei einer Ug von -3,5V einstellt.
Somit könnte eine REN327 doch elektrisch einer 27 entsprechen.


Im letzten hierzu geschriebenen Beitrag nun schrieb Wolfgang dann noch dieses:
Ich habe da noch eine Spekulation:
TELEFUNKEN (Italien) hatte Anfang der 30er Jahre wirklich REN327 mit UX5 Sockel für den italienischen(?) Markt produziert und zwar OHNE Zinkbelag.
Dann aber war der Absatz wider erwarten enttäuschend, die blieben auf ihren Imitationen sitzen. "Was machen wir damit? Wie können wir die Verluste klein halten?"
Man kam auf die Idee, einfach den Röhren einen 5-Stift Europasockel und einen Abschirmbelag zu verpassen. Damit war der ursprüngliche Name nicht mehr sichtbar. Die Dinger wurden dann unter einer anderen Typenbezeichnung (und Marke?) verscherbelt.
Ich geh' noch einen Schritt weiter: eine Heizspannung von 2,5V war in Europa nicht üblich. Um die auf 4V umzustricken, hätte ich in den Sockel noch einen Vorwiderstand eingelötet.



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