Mein 6L6-Röhrenverstärker

Erbaut wurde dieser Verstärker vom Klaus. Dieser Name ist mittlerweile ein Markenzeichen, Fast schon 'Legende' - siehe Seite 'Leserprojekte' - dort der Single-End mit einer 6C33C und, seit kurzem, auch der Große mit 2 x 6C33C im Parallelbetrieb.

Den hier vorgestellte 6L6-Gegentaktverstärker bekam ich vom Klaus, es ist ein wahres Prachtstück. - Hier ein erstes Foto:



Bestückt ist er mit der 8581, die der 6L6WGC entspricht, sowie ECC 82 und 83 als Vorstufen und Phasenumkehrstufen.



Das im Bild erkennbare LED-Anzeigefeld (dreistellig) zeigt auf Wunsch die Ruheströme der einzelnen Endstufenröhren an. Schalterstellung ganz links, auf R1, zeigt den derzeitigen Ruhestrom der hintere Endröhre linke Seite an, Stellung L2 die vordere links, dann kommt eine dritte Schalterstellung die, als Mittelstellung, zwischen R1 R2   R1 R2 (siehe dazu auch das nächste Bild), keine Anzeige hat (LED Aus). Die rechten Stellungen L1 L2 bedeuten äquivalent dazu die Endröhren auf der rechten Verstärkerseite.
Im nächsten Bild erkennt man die Beschriftungen L1 L2..., darüber rote Buchsen. In diese kann man mit einem Schraubendreher die Trimmer einstellen, die dann in der jeweiligen Schalterstellung den Ruhestrom einstellt. - Eine sehr klug durchdachte, kompfortable Lösung. (Wenn ich dabei an so viele andere Verstärker denke die ich schon sah und bei denen man erst die Bodenplatte abschrauben mußte um an die Trimmer zum einstellen des Ruhestroms zu gelangen...)





Die folgenden Bilder zeigen den Verstärker von der Rückseite.



Die beiden hohen Zylinder beinhalten die Sieb-Elkos.





Nun ein Bild der Unterseite mit der Bodenplatte.



Nun folgen Fotos mit abgenommener Bodenplatte, zuerst einige Gesamtansichten aus wechselnden Blickwinkeln.



Die schmalen langen Platinen auf der linken und der rechten Seitenwand sind für die Spannungsversorgung zuständig. Die Platine auf der rechten Seite erzeugt die stabile Anodenspannung, die Platine auf der linken Seite sorgt für den Heizstrom sämtlicher Röhren, incl. den Endstufen-Röhren.
Der Netztrafo liefert 5,5 Amp., der Gleichrichter ist für 25 Amp. ausgelegt, die Stabilisierung (Regler) jedoch begrenzt ab 5,5 Amp. Hier würde dann die Spannung, beispielsweise bei einem Kurzschluß, auf 2,5 Volt heruntergeregelt. Weiterhin sorgt die Heizungsplatine für einen Softstart, die Heizungen starten mit 2,7 Volt und werden innerhalb 5 - 6 Sekunden auf Nennspannung hochgeregelt.
Für die Röhrenheizungen, insbesondere jedoch für die Emissionsschicht der Kathoden eine sehr schonende Angelegenheit. Auch hier, sehr gut durchdacht vom Klaus.







Nun folgen einige Detailansichten. Das erste Bild zeigt die Relaisplatine, die nach ca. 40 sek. hochheizen der Röhren die Anodenspannungen zuschalten, nach einer weiteren Sekunde die Lautsprecher.
Die Lautsprecherausgänge sind selbstverständlich mit Lastwiderständen vor unbeabsichtigtem Betrieb ohne Lautsprecher abgesichert.





Die AÜs von Gerd Reinhöfer haben einen hervorragenden, sehr ausgewogenen Klang, ich bin begeistert!

Im folgenden Bild zu erkennen : die sehr gut abgeschirmte Eingangsstufenplatine mit vergoldeten Chinchbuchsen, Kern aus Teflon. Die einzelnen Eingänge werden mit Relais geschaltet.
Über der Eingangsplatine erkennt man einen der Ausgangsübertrager.



Leider stehen mir die Schaltbilder nicht zur Verfügung.

Das folgende Bild zeigt den Amp mit auf der linken Seite eingesetzten (mutmaßlich aus chinesicher Fertigung stammenden) 6L6 in einer kleinen Cokebottle-Ausführung. Demnächst aber werden in diesem Amp KT 66 von JJ Tesla eingesetzt sein - dann werde ich natürlich auch davon ein Foto anfertigen und es hier vorstellen.



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