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Neue Projektberichte Röhren-Projekte TU-Berlin online (Tech Talk: Röhrenthemen)

verfasst von McKlirr ®, 24.02.2017, 01:59

Funker
Ich hab vor nicht allzulanger Zeit ein Bassamp Versuchsaufbau mit 6x GU50 in B2 gebaut. .. Da hatte ich ebenfalls wie du es beschrieben hast eine Symmetrische Gegenkopplungswicklung mit draufgewickelt.
Gleiches Problem. Ich vermutete ein kapazitive Kopplung von den anderen Wicklungen auf dem Trafo die die Phase bei höheren Frequenzen versaut. Denn ich habe die Schwingungen nicht wegbekommen.

Dann hatte ich die Schnauze voll und hab den Trafo nochmal zerlegt und eine Schirmfolie zwischen der GK Wicklung und dem Rest reingebaut. Selbige kam an 0V ran. Und... Die wilden Schwingungen waren fast weg.

Die Reihenfolge der einzelnen Wicklungen war:
Anode/Ls/Anode/Schirm/GK/Schirm/Anode/LS/Anode.

Im übrigen sollte man auch Schirmfolien zwischen Prim. und Sek bei Netztrafos einbauen. Damit verbessert man den Störabstand wegen Netzsurren.


Hallo Wolfgang,
im SIEMENS 6S ELA 2796 250W-Eladyn Verstärker (6xEL34) wird für die Gegenkopplung ebenfalls eine eigene Wicklung mit Mittelanzapfung verwendet. Diese arbeitet mittig auf Masse, während die heißen Enden in die Katodenkreise der unmittelbar vor den Endröhren "sitzenden" ECC81 eingespeist werden. Dieser ELA-Verstärker kommt ohne jeglichen Kompensationen, durch Anodendrosseln, Zobelglieder, Kondensatoren nach Masse und andere Netzwerke aus. Die Entwicklung war zudem so betriebssicher, dass diese für den unbeaufsichtigten Betrieb freigegeben war. Das Prinzip der GK scheint also nicht das Problem zu sein. Trotzdem habe ich mich tagelang mit dem Problem befasst.

Einzig zur Kompensation der Überschwinger (Rechtecktest) sind die halbwelleneigenen Widerstände in den Gegenkopplungskreisen in üblicher Manier mit Kondensatoren gebrückt. Bei diesem Verstärker sind Gegenkopplungen in die Katoden der ECC81 überhaupt die einzigen !! Gegenkopplungen, was sich eben auch im Frequenzgang und Klirrgrad zeigt (für ELA wars ok).

Also wäre ja vielleicht mal interessant herauszufinden welchem Wickelschema der Ausgangsübertrager im 2796 folgt, ob es dort irgendwelche Besonderheiten gibt?

In meinem Fall hatte ich eine phasenstarre Eingangsstufe die sich weitgehend an V1/V2,Q1/Q2 Design der MC2000 orientierte, dann aber auf eine 12BH7 arbeitete, in deren Katoden die Gegenkopplungen eingespeist wurden. Die 12BH7 speiste mit ihren Ra's direktgekoppelt in jeder Halbwelle einen Darlington Emitterfolger um die nachfolgenden 4xKT88 wirklich niederohmig, unter Berücksichtigung deren max. erlaubten Rg bei Pa+Pg2>35W anszusteuern. Die KT88 will in UL am Steuergitter bekanntlich niederohmig einen großen Spannungshub. Diesen habe ich erst mit Impedanzwandlern bereitstellen können. Die Darlingtons spiegeln niederohmig das Anodenpotential der 12BH7, dass also deren Emitterwiderstände einiges an Leistung abzukönnen hatten. Wie ich in meinem Aufbau sicher herausfinden konnte, entstanden die HF-Schwingungen in der Spannungsverstärkerstufe mit der 12BH7. Deren Steuergitter waren sauber, deren Anoden HF-verseucht. Hatte ich die Gegenkopplung soweit entspannt, dass sie kaum noch wirkte war die HF-Seuche fort, dafür war der Klirr da. Also Gegenkopplung wieder aktiviert und die Anoden der 12BH7 mit den Kondensatoren nach Masse beschaltet und die Schutzwiderstände an deren Steurgitter auch erhöht. Half bis hierher aber nur bedingt. Erst im Zusammenhang mit den Zobelgliedern an den genannten Stellen war die HF-Seuche fort und der Verstärker stabil.


Bei meinen damaligen Ausgangsübertragern hat der Wickler die Gegenkopplungswicklung ganz außen, über einer Teilwicklung der Lautsprecherwicklung aufgebracht. Es könnte also sein, dass diese die Gegenkopplungswicklung (teil)geschirmt hat, zudem hat die Sekundärseite aus Sicherheitsgründen Massebezug. Deine Ausführungen zur Schirmfolie im Netztrafo zwischen primär und sekundär kann ich bestätigen und sehe sie als zusätzlichen Sicherheitsgewinn an.

Ließ sich die HF-Seuche in Deinem 6x GU50 Aufbau dann noch durch weitere Maßnahmen in den Griff bekommen? Die von Dir vermutete kapazitive Kopplung ist definitiv im Übertrager gegeben und bei Schaltungen die mit Bootstrapfunktion arbeiten ein ernsthaftes Detail und Thema. Es steckt doch oft mehr dahinter wie mir ein Schaltplan oder eine Idee anfänglich oft erst verheißt.

Beste Grüße
McKlirr
 

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