6P23P SE Amp
von Reinhard Clajus



Voriges Jahr fanden sich beim "Aufräumen der Werkstatt" (auf Arbeit) einige originalverpackte Röhren von GE und noch so einiges brauchbares. Einige P-Röhren schlummerten auch noch in meiner Bastelkiste, und eben diese 6P23P... mit der ich nicht so recht etwas anfangen konnte.
Nach einigem googeln fanden sich ja die Datenblätter der P- Röhren und auch Jogis-Röhrenbude, leider nur sehr spärliche Daten für die Russin. Meine erste Anfrage im Forum ging noch in die Richtung – baue ich einen Verstärker mit den 6W6 und 12BH7 ... oder verkaufe ich die bei Ihbä !?
In diesem Zusammenhang nochmals recht herzlichen Dank an Peter, Gerd und Gerry.

Da sich auch zu diesem Zeitpunkt die Arbeits- und Finanzsituation bei mir verschlechterte, der Wunsch nach einem bezahlbaren Röhrenverstärker aber weiter wuchs, musste ich mir was einfallen lassen. Kosten sollte das ganze am besten keinen Teuro – aber gut funktionieren sollte es auch.
Also versuchte ich durch Aufnahme der Kennlinie und Vergleich mit den im WWW gefundenen Daten der 6P23P die Endstufe zu realisieren. Automatische Vorspannungserzeugung fiel aus (bei 22Volt Gitter 1 Vorspannung) da wird der Kathodenwiderling recht groß.
Aus meiner Recherche heraus ergaben sich folgende Daten für diese direktgeheizte BPT aus der HF-Technik (russ. Sendeendstufe): Maximalwerte: Ua 350V,Ug2 250V, Ug1 –22V für 20mA Anodenstrom.
Ia max. 40mA, Pa 11W
Die Vorstufe habe ich mir "abgekupfert", leider weis ich nicht mehr wo...
Die PCC84 erschienen mir als geeignetste Wahl für die Vorstufe. Was sich auch als richtig erwies.
Da ich diesen Verstärker zum CD hören benutzen wollte, verlief die Optimierung in diese Richtung. Nach Möglichkeit OHNE Koppel C´s und Gegenkopplung!!!
Das einzigste was ich nun noch kaufen musste waren die Ausgangsübertrager. Beim großen "blauem C" fand ich Sie. 10 Watt Übertrager aus der 100 Volt ELA-Technik. Und preiswert. Das Stück Alublech 2mm war auch noch beim Aufräumen angefallen. Genau wie der Netztrafo.


Die Geschichte mit dem sogenannten Netzteil muß ich hier unbedingt erwähnen!
Netztrafos sind auch Teuro. Deshalb und NUR deshalb habe ich diesen Trafo als Anodenspannungstrafo mißbraucht!
Um den Mittelpunkt für die Zweiwegegleichrichtung zu bekommen habe ich einen Schaltungsvorschlag von Jogi, aus Jogis-Röhrenbude, verwendet. Der Rest der Schaltung ist natürlich für die Verwendung eines "richtigen Netztrafos" mit echter Zweiweggleichrichtung ausgelegt.


Hiermit weise ich ausdrücklich darauf hin das "eisenlose" Netzteile nicht VDE - und GS - gerecht sind, weil evtll. auch die Phase auf dem Chassis liegt was unter Umständen zum TODE führen kann!!!

Netzteil-Schaltung
(Mit der Maustaste das Schaltbild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Bei einem Nachbau bitte ich um Verwendung eines richtigen Netztrafos, den es bei Gerd Reinhöfer (oder auch Jan Wuesten) gibt. Auch die Verwendung von isolierten Anodenkappen sind obligatorisch... immerhin fast 300 Volt!
Es müssen ja auch nicht die PCC84 in der Vorstufe sein... Heizung 7 Volt.
Hiermit verspreche ich (wenn wieder Teuro´s da sind) einen richtigen Trafo einzubauen.








Es währe schön wenn jetzt auf meinen Beitrag hin die Diskussion über eisenlose Netzteile nicht wieder im Forum aufflammt! - Dies sollte eigendlich nur eine Anregung sein, auch mit einfachsten Mitteln aus der Bastelkiste heraus etwas brauchbares auf die Beine zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Ritchy

PS: Ganz besonderen Dank an Jogi fürs hochladen und Kurt Schenk für seine Tips zum Thema fotografieren.

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