Ein neuer ZF Verstärker für den Elektor DRM Empfänger
von René Schmitz

Das Problem:

Nach dem Aufbau des Elektor DRM Empfängers kam der Wunsch auf auch weiter entfernte Stationen hören zu können. Es zeigte sich jedoch, daß die Empfindlichkeit dazu nicht ausreichte. Neben einem aktiven Präselektor vor dem Empfänger wurde mit Änderungen an der ZF Stufe experimentiert.

Ein neuer Entwurf:
Als Verstärker wurde ein JFET benutzt, da dessen Kennlinie von Natur aus sehr viel geradliniger ist. So kann dann eine Verstärkung von etwa 30-40 dB erreicht werden, und zusätzlich die Schaltung weiter ausgesteuert werden. Die genaue Verstärkung hängt von der Güte des Schwingkreises ab.
Die zweite Stufe belastet den Drainschwingkreis, dadurch sinkt zwar die Verstärkung um etwa 6 dB, aber der Kreis wird dadurch auch breitbandiger, ausreichend für das 10 kHz breite DRM Spektrum. Die zweite Stufe arbeitet als Puffer und Impedanzwandler, um an den zweiten Mischer ankoppeln zu können. Da der zweite Mischer nach Masse schaltet, würde sonst die Schwingkreisspannung zusammenbrechen.

Bild : Der neue zweistufige ZF Verstärker.


Der Umbau:

Die Schaltung wurde auf einem Stück Lochraster aufgebaut. Dieses wird mit einigen möglichst kurzen Drähten mit der Empfängerplatine verbunden. Als Drainschwingkreis wurde vom Autor ein ZF Bandfilter verwendet, es lässt sich aber evtl. auch ein aus Festinduktivität und Kapazität "diskret" aufgebauter Schwingkreis verwenden. Von dem Bandfilter wird nur die Primärseite verwendet. Etwas verwendbares sollte sich in fast jeder Bastelkiste finden.
Auf der Empfängerplatine müssen zunächst T2, R6 und R8 entfernt werden. Der Punkt 1 im obigen Schaltplan wird mit dem nun freien Ende von C11 (Basisanschluss von T2) verbunden. Punkt 2 führt an das freie Ende von C17 (Kollektoranschluss von T2). Punkt 3 geht an die Verbindung von R7 und C12. Punkt 4 wird mit +5V verbunden, Punkt 5 mit Masse (Emitter von T2).
Obwohl nicht zwingend nötig, kann das Bandfilter noch auf maximale Verstärkung abgestimmt werden. Aufgrund der großen Bandbreite ist die Änderung der Verstärkung aber nicht sehr groß.
Nach der Modifikation konnte mit dem aktiven Präselektor eine größere Zahl Stationen (z.B. auch schwächere im 40m Amateurfunk Band) empfangen werden.

Über Berichte, ob die Modifikation auch zum gewünschten Ergebnis geführt hat, würde ich mich
freuen.
Bleibt mir nur zu wünschen: Good DX und gutes Gelingen!

René Schmitz, Juni 2004
uzs159@uni-bonn.de

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