1626 SE - Amp
- von René

Mein Röhrenhobby begann 2005, ich war nach dem Kauf einer neuen Anlage auf der Suche nach noch besserem Klang. Da kam der Gedanke, selbst einen Verstärker zu bauen. Erst nicht mit Röhren, sondern, wie früher schon einmal, mit "Sand". Da stieß durch das Internet auf die "Röhrenbude", und es begann.. - das Röhrenfieber hatte mich gepackt und es lasst mich anscheinend auch nicht mehr los.
Ich baute einen EL84er und ein Jahr später einen 6V6 SE.

Hier ein Bild meines EL84-SE:



- und, ein Jahr später, dann der 6V6 SE:


Nachdem man ja so viel über Trioden liest und hört, kam ich irgendwann über die 2A3 auf die 1626:


Schnell Teile bestellt, und einen Brettaufbau gestartet. Klang war gleich toll, wirklich besser als die anderen von mir gebauten Verstärker. Es kamen diverse Messungen auf mich zu und ich verbesserte die den Amp, aus meiner Sicht, klanglich noch ein wenig.
Der Originalaufbau war mit dem Treiber 5965. Dann wurde er umgebaut, wegen dem Klang und weil er zu leise war, auf die Treiberröhre ECC83.


Dann kam die gemeinsame RK und CK für linke und rechte Röhren dran, sowie Heizung symmetrieren über Pin 9 der ECC83 an die Kathode der 1626.
Eigentlich war es mal ein 6V6 SE. Aber der Klang überzeugte mich nie so richtig. Nach Anschaffung verschiedener Messgeräte (EO174 A, GF21, HP 2454, Iskra 3032) und Messungen an diesem AMP,


stellte ich fest, dass es im Bassbereich Schwierigkeiten gab. Abfall der Frequenz kam ab 100 Hz. Das Problem lag im Bereich der Endröhre. Die 6SN7 ist wohl der falsche Treiber für die 6V6.
Da ich meine neuen 1626 AMP bereits auf einem Brett aufgebaut -


und gemessen hatte, fasste ich den Entschluss, den 6V6 auseinander zu nehmen und den 1626 AMP in das Gehäuse (von Schäfer AG und Holzseitenteile) zu bauen. Ich verwendete auch den Netztrafo (von Gerd Reinhöfer - guter Trafo, absolut ruhig), sowie die Aü's (von Jan Wuesten).
Die Spannungsverdopplerschaltung für die Heizung brauchte noch etwas Probieren und Forumhilfe.








Den Schaltplan hab ich mal per Hand gezeichnet - ich habe noch nicht das richtige Programm zum Zeichnen am PC:

Schaltbild
(Mit der Maustaste das Schaltbild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Nun läuft er also. Der Klang ist, wie gesagt, toll. Ich bin von der Räumlichkeit beeindruckt. Auch die Mitten kommen schön rüber. Meine Freundin teilt mit mir den Genuss des tollen Klangs.
Meine Boxen haben 90 db Wirkungsgrad und die Leistung des Verstärkers reicht mir deswegen.

Messwerte: Spannung Heizung 12,7 Volt Gleichspannung
Betriebsspannung AÜ 270 Volt
Spannung Kathode 28,5 Volt
Frequenzgang 20 – 30 000 Hz bei 0,5 Watt bei Eingangsspannung 250 mVt
Leistung max. 1,2 Watt bei 1000 Hz, Eingangsspannung 650 mV
Max. Leistung 2,2 Watt (natürlich mit Verzerrungen) mit Eingangsspannung 2 Volt
Der Frequenzbereich ist gemessen bei 0 bis - 3db.
Der unbewertete Fremdspannungsabstand beträgt 78 db.
Übersprechen rechter und linker Kanal 65 db.
Nur der Boden fehlt noch.


Ja, die Verdrahtung könnte besser sein...

Danke an Jogi und die anderen Forumteilnehmer für die Hilfe. Dieser Bericht soll auch ein Anreiz für andere sein..
Ja, und sonst würde ich gerne mal zum Röhrenstammtisch kommen und meine Freundin auch, aber der Anfahrtsweg... - ich komme aus Schwerin.

Gruß, René

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