Das Röhrenprüfgerät Funke W18 (1947)

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Das Funke W 18 ist der Nachfolger des Funke RPG 4/3, der für die Wehrmacht hergestellt wurde. Während der RPG 4/3 überwiegend Wehrmachtsröhren testen und sogar mit einer Anodenspannung von 500 V= aufwarten konnte, wurden beim W 18 auf die meisten Wehrmachtsröhren-Fassungen verzichtet, ebenfalls wurde die Prüfspannung auf 250 V= begrenzt. Trotzdem ist der W 18 das für die heutigen Zwecke wichtigere Gerät, weil es die moderneren (Rimlock-, Noval- und 7-pol-Miniatur-) Röhrenfassungen aufweist. Weiterhin gibt es den Zusatzkasten für den W 18 (siehe am Ende dieser Seite), dieser ist mit den gängigsten Wehrmachtsröhren-Fassungen ausgerüstet - damit ist auch dieses Manko zum RPG 4/3 behoben worden.





Beim folgenden Gerät eines Bekannten wurde das defekte Einbau-Meßgerät gegen ein anderes ausgetauscht.







Die folgenden Bilder zeigen das Schaltbild sowie Verdrahtungs-Schaltbild dieses Prüfgerätes.

(Mit der Maustaste das jeweilige Bild anklicken, es wird dann in voller Auflösung dargestellt.)

Schaltbild Funke W18

Sockelbelegungsplan Funke W18

Für an diesen Daten Interessierte habe ich hier einen Link auf eine PDF-Datei mit der Bedienungsanleitung zum Funke W18 platziert. (3,3 MByte)

Es folgen drei Prüfkarten von diesem Gerät.







Abmessung W18-Karten: 199 x 104 mm, Durchmesser der Lochungen 6,0 mm.

Das folgende Bild zeigt die Universal-Karte zum W18. (Da sie die Bodenplatte von unten zeigt, ist sie spiegelverkehrt!)



Von meinem Freund Kurt bekam ich die folgenden Fotos seines Funke W18; einem sich in noch hervorragend gutem Erhaltungszustand befindlichen Prüfers. Lediglich das eingebaute Meßgerät war defekt, diese ersetzte Kurt durch ein polnisches 150 µA-Einbaumeßgerät mit Spiegelskala, auch mit der Güteklasse 1,5.





Für die Beschriftung der Skala wurden herkömmliche Abreibesymbole, -buchstaben und -zahlen von SENO aus der Typenreihe 2006 verwendet.



Äußerste Vorsicht bei der Demontage und dem anschließenden Zusammenbau des Instruments sind geboten, da die empfindlichste Komponente, nämlich der Zeiger, bei unsachgemäßer Berührung bricht wie Glas!



Von der ursprünglichen Skalenbeschriftung wurden, im folgenden Bild welches die endgültige Skala zeigt erkennbar, nur die Teilstriche übrig gelassen. Die bislang bestehenden Ziffern wurden mit Rasierklinge und Fingerspitzengefühl vorsichtig entfernt. Zu heftiges Kratzen mit der Klinge erzeugt blanke, glänzende Stellen auf dem weißen Untergrund!

Auffällig bei der Neu-Skalierung ist die Hereinnahme einer dritten Zahlenreihe gegenüber dem Original Funke-Instrument mit seinen zwei, um eine noch bequemere Ablesung zu ermöglichen :



Das Innenleben paßte Kurt den heutigen Sicherheitsbestimmungen an; es wurde ein Netzeingangsfilter eingebaut, alles wurde auf dreiadrige Netzleitung umgerüstet.







Wichtiger Hinweis !

Für die alten, seltenen Röhren existiert noch ein Spezialröhren-Zusatzgerät. Dieser zusätzliche "Sockelkasten", wie ich ihn nenne, mit gleicher Grundfläche wie das Röhrenprüfgerät, wird für die Röhrenprüfung z.B. von Wehrmachtröhren und Exoten über ein Außenkontaktsockel-Adapterkabel mit dem Hauptgerät verbunden. Erst dieser Zusatzkasten komplettiert das Funke W18. Wenn also jemand ein W18 angeboten bekommt - immer nach diesem "Sockelkasten" fragen. Sonst ist das Röhrenprüfgerät in meinen Augen nur die Hälfte wert.
(Diese Information, sowie die folgenden Fotos die dieses "Spezialröhren-Zusatzgerät" zeigen, erhielt ich ebenfalls vom Kurt)



Im folgenden Bild ist das Zusatzgerät am Hauptgerät angeschlossen; eine RL12P35 soll gemessen werden.




Von Funke gab es, speziell für den W 18 herausgegeben aber auch zum Großteil für W 16, W 17 und RPG 4/3 passend, eine Prüfkarten-Datentabelle. Mit ihr kann man, sollte eine Originalkarte zu einer bestimmten Röhre nicht vorhanden sein, die betr. Röhre trotzdem testen - alle Angaben um das Prüfgerät auf die betr. Röhre einzustellen sind in der Tabelle enthalten. - Dort sind allerdings immer nur die Kartennummern angeben... - will man also eine bestimmte Röhre testen, dann nutzt es einem wenig, kennt man nicht die zugehörige Kartennummer.
Vom Robert W. Berger erhielt ich (Danke nochmals, Robert!) eine Tabelle in der sämtliche Röhren die man mit dem W 18 testen kann, aufgeführt sind - diese steht als HTM-File hier zur Verfügung, sowie die Prüfkarten-Datentabelle als PDF-File.

Zur Tabelle Röhre < -- > Prüfkarte

Zur PDF-Datei mit der Prüfkarten-Datentabelle Funke W18 (5,8 MByte)

Für an diesen Daten Interessierte habe ich hier einen Link auf eine PDF-Datei mit der Umbauanleitung zum W 18, mit den Original-Briefen von Funke, platziert (ca. 2 MByte)

Von Sascha erhielt ich einen sehr interessanten Re-Draw seines W 18 N, als PDF-File.

Hinweis: CD mit allen Prüfkarten vorhanden.

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