Kopfhöreramp
von Patrick Grabe

Nachdem ich nun schon monatelang hier mitgelesen habe konnte ich mich dazu durchringen mich an das Projekt Röhrenamp zu wagen.
Ich habe quasi alle Leserbeiträge gemixt und mir die Besten Stücke rausgesucht. So entstand schließlich ein Kopfhörerverstärker nach Mario Benndorf mit Gleichspannungsheizung und geregelter Anodenspannung. Des weiteren ist ein Softstart der ganzen Schaltung eingebaut.
Alle Schaltungsteile haben sich hier bei mir und auch bei anderen bestens bewährt. Deshalb spare ich mir die Schaltbilder des ganzen und verweise einfach mal auf die Vorstufenheizung des Grommes 260A Nachbaues von Ernst Rößler, die Anodenspannungsaufbereitung und die Pegelanzeige von Oliver Filsch, so wie zu guter letzt auf das Original der Verstärkerschaltung von Mario Benndorf (s. Link).

So, hier erst mal ein paar Bilder von dem netten Spielzeug:






Brummen tut er kein bisschen, nur ein leichtes Rauschen ist hörbar, dieses kommt aber aus meiner "Hai-End" Signalkette, welche aus einem mp3 Player von Samsung und nem billigen Vivanco Kabel besteht.

Wenn man die Bilder von den Innereien sieht, wird es für viele Experten hier ein Wunder sein, das es nicht brummt...




Wie man in den beiden letztenn Bildern gut sieht, wird alles hauptsächlich von Lötzinn und Heißkleber zusammen gehalten.
VDE gerecht ist die Konstruktion zur Zeit nicht, weil noch die Erde am Trafo und die Isolation der Trafoanschlüsse fehlen. Beides steht aber ganz weit oben auf meiner Prioritätenliste !

Abschließend möchte ich noch sagen, das Röhrensound absolut geil ist und süchtig macht. Deshalb plane ich als nächstes einen 100Watt Gegentaktamp fürs Auto. Im Moment bastele ich zum testen meines Vorhabens ein 400Watt Schaltnetzteil aus. Gestern hatte es seinen ersten erfolgreichen Testlauf der Primärseite. Wenn das Projekt abgeschlossen ist werde ich euch davon berichten.br>
Alles Gute wünscht euch
Patrick Grabe

Ein Anmerkung noch von mir, Jogi, dazu.
Erstens habe ich schon viel zu viele Kopfhörer-Amps in dieser Seite. Eigentlich sollte keiner mehr dazu kommen.
Und zweitens ist dieser hier, mit seinem geklebtem Aufbau, ganz sicher nicht geeignet irgendwelche Schönheitpreise auf irgendeinem Laufsteg zu bekommen. (- Das Gegenteil, eher...)
Aber. Dieses Projekt macht Mut! Es macht denen Mut, die weder die Zeit noch das Wissen noch die (handwerklichen) Möglichkeiten haben, sich ihren eigenen Amp zu bauen. - Hier aber sehen sie: es geht!
Gerade beim Kopfhörer-Amp kann man nicht Pfuschen, gerade hier werden sofort alle Fehler übelgenommen, durch starkes Brummen.
Das es dies nicht tut, beweist es und zeigt es Euch: traut Euch! Traut Euch auch, etwas zu bauen - es ist einfacher als Ihr denkt!
Gruss, Jochen


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