Das folgenden Bild zeigt die Rückseite des Gerätes mit dem Anschluss für die zum Betrieb notwendige
Rahmenantenne.
Eine Rahmenantenne ist eine meist auf einem Rahmen mit möglichst großen Querschnitt montierte Spule aus HF-Litze, oder
auch aus isolierten Schaltdrahts, welche als Empfangsantenne für Längst-, Lang- und Mittelwellen verwendet wird.
Eine Rahmenantenne besitzt eine der Ferritantenne entsprechende Richtcharakteristik (Signalminimum wenn Achse des Rahmens
zum Sender zeigt - Signalmaximum, wenn Achse des Rahmens senkrecht zum Sender steht) und entspricht auch sonst in ihrer
Charakteristik diesen Antennentyp. Rahmenantennen können entweder breitbandig ausgeführt sein oder abstimmbar,
in dem parallel zu ihr ein Drehkondensator geschaltet ist. Dieser ist hier im Gerät eingebaut.

(Im Link findet man eine
Bauanleitung für eine
solche Antenne, diese muss in der induktiven Mitte angezapft werden.)
Die Funktionsweise (Ausrichtungsachse) einer solchen Antenne verdeutlicht das folgende, von Wolfgang Holtmann erstellte Bild:

(Aus Platzgründen wurden die magn. Feldlinien der Sender so wie im Bild gezeichnet. In Wirklichkeit laufen diese
konzentrisch um die Sendeantenne!)
Einer der beiden (identischen) Drehkos, beide von Kapsch & Söhne:
Man beachte die Übereinstimmungen im Wappeninneren (oben, auf dieser Seite) mit dem Stempel im Truhendeckel...
Wenn man sich in den letzten oberen Fotos rechts oben die Anschlüsse für den Ausgangs-Klinkenstecker ansieht,
dann erkennt man, auf beiden dieser relaysartigen Buchsenschalter eine Einprägung. Diese ist im folgenden Bild als
Vergrösserung zu sehen:
Hier nochmals der Zwischenübertrager in Nahaufnahme. Auch hier das Logo von Kapsch & Söhne:
Unterhalb des Zwischenübertragers findet sich ein Kondensator:
Auch er stammt also von Ingelen.
Ganz links, mittig, findet sich ebenfalls ein Kondensator von Ingelen:
Die im folgenden Bild erkennbare Spule ist der Arbeits"widerstand" der Oszillatorröhre, von dort geht es
über den darunterliegenden Kondensator auf die Rückkopplungswicklung der Oszillatorspule (O2 - 130-600m).
Vermutlich gab es für andere Wellenbereiche noch andere Steckspulen.
Ganz oben (in folgenden Foto) mittig ist ein drehbarer Widerstand (Rheostat) erkennbar, mit Bleistiftstrichen links mit
einem Plus-, recht mit einem Minus-Zeichen gekennzeichnet. Der Konstantandraht ist sehr dünn, also ist es ein
hochohmiger Widerstand.
In meinem Forum schrieb Detlef dazu, es müsse sich hierbei um den Regler für die Gittervorspannung
(Verstärkung) für die ZF-Stufen handeln.
Detlef schrieb weiterhin noch dazu:
Der Empfangsbereich liegt sehr günstig. Die 130 - 600 m entsprechen 1,87 MHz - 500 kHz, also mehr als MW-Bereich.
Die zwei Einzeldrehkos im Zusammenhang mit den vier (abstimmbaren) Spulen unter dem Chassis, ja das ist ein Super(het)
(erodyn-Empfänger), wobei der Gleichlauf von Oszillator- und Vorkreis aber noch manuell einzustellen ist. Auch die
ZF-Frequenz wird für heutige Verhältnisse bei sehr niedrigen 30 - 150 kHz liegen.
Das folgende Bild zeigt einen der beiden, die nächsten beiden Bilder dann nachfolgend beide vorhandenen
LOEWE-Widerstände, und zwar die schon von der 3NF bekannten eingeschmolzenen Typen, siehe auch meine
Loewe-Roehren-Seite. Diese
sind direkt auf die INGELEN Kondensatoren montiert, also parallelgeschaltet - ss sind die RC-Gitterkombinationen vor der
Misch- und Audionröhre.
In den folgenden zwei Fotos erkennt man Schiebe-Rheostate, davon sind insgesamt vier auf der Grundplatten-Oberseite
verbaut worden. - Eine vorher von mir nie gesehene Bauart eines Rheostaten...
Der seitliche Anschluss an die B443 (RES174d) :
Im folgenden Bild erkennt man die Beleuchtungsanschlüsse der Drehko-Beleuchtung. Mittig, der Verteiler, ist ein
Drehschalter - auch eine vorher nie gesehene und sehr seltene Konstruktion, sehr aufwändig hergestellt:
Drehe ich den Knebel nach links, so drehe ich ihn vom Schalter ab. Aber nach rechts gedreht, schalte ich die Beleuchtung
ein/aus :
Hier habe ich den Knebel nach links gedreht und ihn somit vom Schalter gelöst. Auch die Messinghaube habe ich
entfernt, man erkennt das innere, auf einem Keramikträger aufgebaut (der Drehschalter ist hier in Stellung "Licht
aus"):
Der rechte Rheostat für die Heizungseinstellung einer der Röhren, es ist der auf der Frontplatte unten rechts
angebrachte:
Hier ist, in der Bildmitte, noch ein Kondensator zu erkennen:
Es folgen Fotos des Anschlusskabels:
Einer der beiden sich an beiden Gehäuseseiten befindlichen Deckelarretierungen:
Der Adapterstecker, an diesem soll entweder ein Kopfhörer oder ein Trichterlautsprecher
angeschlossen werden. Der Stiftdurchmesser des Klinkensteckers liegt bei etwas über 6 mm:
