Korbspulen - selbstgewickelt.


Die auf diesen Fotos abgebildeten Korb- oder Wabenspulen (vom Gerd Reinhöfer hergestellt - www.reinhoefer.de)sind mit HF-Litze 15 x 0,1 , zweifach umsponnen, gewickelt. Die Preise sind - nur auf den ersten Blick ! - erheblich. - Wenn man aber bedenkt, daß bei einem 0,6-mm-CuL-Draht auf einer 1 Kg-Rolle etwa 300 Meter gewickelt sind und man für eine Spule maximal zwischen 10 und 20 Meter benötigt - dann sieht es schon ganz anders aus !

HF-Litze mit dem Namen Rupalit stellt die Firma Rudolf Pack GmbH Feindrähte in Gummersbach her. - Hier bekommen Sie auch den festen, massiven lackierten 0,71 mm - Kupferdraht - genau wie die HF-Litze 2-fach mit Naturseide umsponnen und in verschiedenen Farben fertig eingefärbt, z.B in den Farben Rot, Grün, Blau - also alles, was das Herz begehrt !
- Sogar dicke Litze, mit Nylon umsponnen, in z.B. 0,5-Quadrat-Stärke, beispielsweise in Braun oder Schwarz, für die Zuleitungen zum Batterie-Empfänger - auf Wunsch sogar, wenn man möchte mehrere Leitungen fertig umsponnen - man muß nur angeben, wie viele Leitungen das fertige Kabel haben und wie die Gesamtlänge sein soll ...
Hinweis: Eine dünne HF-Litze mit vielen einzelnen dünnen Drähten ist sehr viel aufwändiger herzustellen als ein einzelner CuL-Draht, deshalb variieren bei der Litze natürlich die Preise - hier muß man gezielt den Preis erfragen.
E-Mail-Adresse der Fa. Pack:   info@pack-feindraehte.de    Homepage: Pack-Feindrähte
- Die Tel-Nr., die Anschrift, alles was Sie wissen wollen finden Sie auf dem angegebenen Link. - Gehen Sie einfach über den Link auf die Seite, die ich hier bereitgestellt habe.
Ich habe mir erlaubt, für die Firma Pack hier etwas Werbung zu machen - weil die vielfältigen Produkte dieser Firma für unser Hobby so wichtig sind - und weil diese Firma bereit ist, uns Bastlern jederzeit behilflich zu sein.
Auf Anfrage von mir bei Herrn Wolf-Dieter Pack erklärte dieser sich - speziell für die Besucher meiner Homepage - bereit, an diese den hierfür idealen 0,6-mm-CuL-Draht, zweifach Naturseide umsponnen, fertigt eingefärbt, für ca. 50.- DM / 150-gr-Rolle, das sind ca. 100 Meter Draht - ausreichend für etliche Korbspulen - per Nachnahmeversand zu liefern, zuzgl. MwSt, Port/Versandkosten. - Stichwort : Jogis Röhrenbude...
Gehen Sie einfach über den Link auf die Seite, die ich hier fertiggestellt habe.

- Noch eine Einkaufsquelle für HF-Litze - allerdings nur in Naturfarbe - ist auch die Fa. Oppermann-Elektronik, E-Mail: 057642149-0001@T-online.de.
Hier kosten z.b. je eine 100-Meter-Rolle HF-Litze, 45 x 0,07 mit Gesamtdurchmesser 0,6mm, Best.-Nr. HFL457 nur 15,85 DM, HF-Litze 30 x 0,1 mit einem Gesamtdurchmesser 0,8 mm, Best.-Nr.HFL301 nur 17,85 DM sowie HF-Litze 35 x 0,1 mit Gesamtdurchmesser 0,9mm, Best.-Nr. HFL351 nur 17,85 DM.

Die fertigen Spulen müssen, damit sie vom Wickelkörper abgenommen werden können ohne zusammenzufallen, vor dem herausziehen der Nadeln von beiden Seiten an je zwei gengenüberliegenden Punkten mit einem Faden verknotet werden, danach kann die Spule von den Nadeln abgezogen werden. Zum Schluß muß die Spule noch komplett vernäht werden. - Wie dies bewerkstelligt wird erkennt man ganz leicht an den Fotos, welche ich im Link "Korbspulen- Wickelmaschine", unten auf dieser Seite, vorstelle.


Zur Wickelvorrichtung :

Diese Wickelvorrichtung, auch vom Gerd Reinhöfer (s.o.) hergestellt, hat ca. 70mm Durchmesser und 2 Reihen Stifte im Abstand ca. 12mm. Wichtig ist die ungerade Anzahl der Stifte auf dem Umfang. Bei dieser Wickelgröße sind 15 Stück empfehlenswert. Die Herstellung ist doch recht aufwändig, da man etwa bis zu 2 Stunden benötigt.
Außerdem sind diehierbei verwendeten Nadeln wegen des Materials auch recht teuer, mindestens etwa 9,00 DM / Stück.
Das Material der Nadeln (3mm Durchmesser) ist HSS, sollte es auch auf jeden Fall sein - sonst würden sich die Nadeln beim strammen Wickeln noch oben hin zusammenbiegen - dieses sollte aber dringendst vermieden werden.
- Es können aber auch ohne weiteres Fahrrad-Speichen genommen werden, sie sind auch genügend hart. - Der Tip mit den Fahrrad-Speichen kam von einem guten Freund - Danke Dir, Frank !!


Herstellung der Vorrichtung: Rohmaterial zusägen, in der Drehbank sauberdrehen und die Mittelbohrung bohren. Dann mit einem Dorn in der Mittelbohrung aufnehmen und auf der Fräsmaschine im Teilgerät die 2 x 15 Bohrungen für die Stifte bohren.
Das Wickeln selber ist dann reine Geduld, die größeren Spulen dauern ca. 1 Stunde und länger. Die flache Spule ist, wie im obersten Bild, 2 rechts - 2 links - 2 rechts - 2 links u.s.w., gewickelt, aber nur mit einer Reihe Stifte. - Durch die ungerade Anzahl der Stifte ergibt sich automatisch der notwendige Versatz.
Über die beiden Stiftreihen gewickelt ergibt sich die breite Spule und durch das Auslassen, das Übergehen von Stiften die mehrreihige Spule (siehe nächstes Foto) - 2 nach rechts, zwischen den nächsten 2 Stiften durch, dann 2 nach links usw.

Mit einer Primzahl wären noch mehr Möglichkeiten drin , aber der Aufwand um dies herauszufinden ist doch zu groß ( s.o.). Auch die genaue Teilung, z.B. 360° / 17 ist mit dem Teilgerät schwer einzustellen.

Eine weitere, sehr schöne Spule ist auch die Sternspule - siehe nächste Foto.



Auf diesem Foto erkennt man gut, wie nachteilig und unschön es ist, wenn keine Nadeln aus Hartmetall, sondern wie hier aus einem vergleichsweise weichen Stahl verwendet werden. - Hier haben sich die hierbei verwendeten Stifte - normale Nägel - nach oben hin zusammengebogen. Die Spule verjüngt sich dadurch zu einer Seite hin und die gesamte Arbeit wirkt schief, sehr unprofessionell. Diese Spule war auch nur eine von mir Testweise hergestellte - ich zeige sie hier, um zu demonstrieren welches Ergebnis man erhält, wird ein weicheres Material verwendet .. - ich persönlich verwende - auf den Tip eines guten Freundes hin (Hallo, Frank !!) nun Beton-Nägel - also solche, die in Beton geschlagen werden. Diese sind auf jeden Fall hart genug!

Eine Sternspule wird folgendermaßen hergestellt :
In eine Metallplatte werden 9 Bohrungen im gleichen Abstand kreisförmig - mit einem Durchmesser von 7 bis 9 cm - in genau der Nadelstärke gebohrt. Die Nadeln (oder Nägel) müssen ziemlich fest sitzen !
Um diese Nadeln wickelt man die HF-Litze derart auf, daß man immer um zwei Nadeln aussen herum wickelt und dann an den nächsten beiden Nadeln innen vorbei. - Also um Nadel eins und zwei aussen herum, um Nadel drei und vier innen vorbei, um Nadel fünf und sechs aussen herum und dann wieder um Nadel sieben und acht innen herum - wie es das nächste Bild zeigt.
Die fertige Spule sieht aus wie ein Kreis mit einem Stern darin und hat - mit HF-Litze gewickelt - vorzügliche Empfangs-Eigenschaften.
Die Anzahl der Windungen wird in einer Ecke gezählt - also z.b. an Nadel eins. Die Anzahl der gezählten Windungen muss man mit zwei multiplizieren, so erhält man die entsprechende Zahl für die Windungen der üblichen Spulen. Hat man also an Nadel eins 30 Windungen gezählt, so entspricht dieses etwa 60 Windungen bei einer normalen Spule.
- Wieviele Windungen die Spule haben soll, hängt natürlich vom Empfangsbereich ab, diese wird in m (Meter) angegeben. - Eine Tabelle, mit der die Anzahl der Windungen ermittelt werden kann, findet man am Ende dieses Artikels.


Diese Sternspulen sind ein, wie ich meine, echtes Schmuckstück für z.b. einen Detektoremfänger.
- Sorgfältig wickeln ! - Man übergeht sehr leicht, wenn die Routine einsetzt, die eine oder andere Nadel !
Auf den nächsten zwei Bildern erkennt man die Vorrichtung zum Wickeln einer Sternspule, welche ich mir mittlerweile gebaut hatte. Auf einem Eichenholzbrett hatte ich mir die 9 Bohrungen genauestens aufgezeichnet und gebohrt, dann 9 Beton- Nägel von unten durchgesteckt. - Die Bohrlöcher müssen genau den Nageldurchmesser entsprechen !
Anschließend hatte ich dann 68 Windungen dicker HF-Litze aufgewickelt.



Flachspulen nach Dr. Lehrtes

Im nächsten und vorletzten Abschnitt will ich noch die Herstellung der Flachspulen nach ihrem Entwickler (Erfinder?), Dr. Lehrtes, beschreiben.
Diese Spulen, die ausschließlich mit dünner HF-Litze gewickelt werden, besitzen - was ihre Emfangseigenschaften betreffen, eine besonders hohe Güte und Empfindlichkeit - sind dabei in der Herstellung (was das Spulenwickeln anbetrifft) besonders unkompliziert und einfach.
Zunächst einmal muß der Spulenkörper oder -träger aus einem - vorzugsweise schwarzem - Kunststoffmaterial hergestellt werden. PVC, ABF etc, das Material spielt im Grunde keine große Rolle - es sollte nur kein allzu weicher Kunststoff sein. Die Dicke des Materials sollte ca. 1,5 mm sein.
- Im folgenden Bild sieht man einen solchen Rohling in der Originalgröße, der Durchmesser des Rohlings ist 85 - 90 mm, unten einen Anhang mit einer Schenkellänge von 12 mm.


Als nächsten Arbeitsschritt werden die neun Schlitze von je vier bis 5 mm Breite und 28 mm Tiefe herausgearbeitet - diese kann man, nachdem man sich die Größe und Lage der Schlitze genau auf dem Rohling aufgezeichnet hat - wie man auf dem nächsten Bild sieht - leicht mit einem Dremel und einer kleinen Trennscheibe oder mit einer (Laub-) Säge herausarbeiten.


Mit den nächsten beiden Bildern sieht man nun eine solche, fertig gewickelte Spule von der Vorder- und der Rückseite. - Die Buttons habe ich mir von Originalspulen abgescannt und auf Etikettenfolie ausgedruckt ..

   

Beim Wickeln der Spule beachten : Es ist immer eine Lage vorn und eine Lage hinten - dieses bedeutet, wenn man vorn z.b. 30 Lagen zählt, sind es tatsächlich die doppelte Menge an Windungen, also 60.
Nachdem also die nötige Anzahl der Wicklungen aufgebracht wurde, muß die Spule ihre Anschlüsse, die mit Bananensteckern hergestellt werden (wegen der genormten Größe), bekommen. Ich habe mir (bei Conrad-Elektronik) billige Bananenstecker gekauft, diese bestehen aus einfachen, nach innen gebogenen Blechstreifen - siehe nächstes Foto.


Ich habe den Stecker aus dem Plastikrohr entfernt, mit einem Bohrer - durch das vorhandene Gewindeloch - die zweite Hälfte des Bananensteckers durchbohrt. - Vorher mit einer Kombizange auf 12 mm Länge den Stecker flachgebogen, siehe vorheriges Foto.
Nun wurde dieser derart bearbeitete Stecker über den flachen Ansatz des Spulenkörpers gesteckt (siehe Beispiel-Fotos) und auch, nach richtiger Plazierung (beide Stecker haben einen Mittenabstand von 19 mm !) durch den Kunststoff gebohrt, dann die kleine Schraube durch das Gewindeloch und durch das zweite Loch auf der anderen Seite durchgeschraubt und mit einem guten, heißen Lötkolben dann das Schraubenende mit dem flachgebogenen Blech des Bananensteckers verlötet.
- Zum Schluß nur noch die beiden Drahtenden anlöten - fertig !

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Von einem Besucher meiner Homepage erhielt ich dieses Foto einer optisch wunderschönen Spule - ich habe sie "3D-Flachspule" genannt. Ich darf davon ausgehen, daß der Sammlerkollege, der mir dieses Foto zusandte, nichts gegen die Veröffentlichung dieses Fotos einzuwenden hat.


Obwohl diese Flachspule mit 13 Schlitzen versehen ist - während die von mir vorgestellte nur 9 Schlitze besitzt - müssen, will man auf dem mit 9 Schlitzen versehenen Körper nachwickeln, auch wie bei der "3D-Flachspule" jeweils drei Schlitze übersprungen werden.

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Es folgt eine Tabelle, woraus man erkennt wieviele Windungen eine Spule für die jeweilige Wellenlänge (Empfangsbereich) haben muß.


Wellenlänge

L1

L2

L3

m (Meter)

Windungen

Windungen

Windungen

25—50

5—10

3—5

5—10

300—400

35

75

100

400—500

50

75

100

600

75

100

100

1000—1750

100

250

100

1750—2500

200

400

150

2500—3500

300

500

200

3500—4500

400

750

200


Zur Erklärung : L1 ist die Antennenwicklung, L2 die eigentliche Empfangs-Wicklung und L3 ist die Rückkopplungs-Wicklung.
Der Empfangsbereich von 15-50m ist der Kurzwellenbereich - wobei der Bereich von 25-50m der am häufigsten vorkommende, der "normale", Bereich der Kurzwelle ist.
Der Bereich von 200-600m ist der "normale" Mittelwellen-Bereich, während der Bereich von 800-2000m der "normale" Langwellenbereich ist. - In den Bereichen, die über oder unter diese "normalen" Empfangs-Bereiche gehen, werden (heute) so gut wie keine Sender empfangen, daher würde es sich nicht lohnen, für diese Empfangsbereiche Spulen anzufertigen.

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Bisher habe ich die am meisten gebrächlichsten Spulen und deren Nachbau gezeigt und erklärt.
- Zumindest habe ich versucht, den Nachbau so gut wie ich konnte zu beschreiben - ich hoffe, es ist mir so einigermaßen gelungen..

Nun will ich, im letzten Abschnitt, die Herstellung einer Honigwabenspule beschreiben. Diese Spulen werden besonders in Reflex-, Superregenerativ- und Superheterodyne-Empfängern benötigt, wegen ihrer besonders hohen Selbstinduktivität. Sie wurden aber auch sehr gerne in "normale" Audione eingesetzt.
Im ersten Bild zeige ich ein Foto von einer - industriell gefertigten - Honigwabenspule:


Zunächst muß ein Wickelkörper hergestellt werden, wie er auf dem nächsten Bild skizziert wurde:
Diesen Wickelkörper läßt man sich am besten von einem Schreiner aus gutem Ahornholz oder Buche herstellen. Das Innenmaß von 40 mm Breite kann auch ruhig auf 30 mm gekürzt werden. - Die 32 Stifte, die bei einer Stärke von 2 - 3 mm je 100 mm lang sind, werden aus blankgezogenem Eisendraht geschnitten und in radiale Bohrungen des Holzwickelkörpers so eingesteckt, daß sie später ohne große Mühe mit der Zange wieder herausgezogen werden können.
Im folgenden Bild erkennt man den fertigen Holzwickelkörper und wie die Stahldrähte gesteckt sind.


Vor dem Aufwickeln des Drahtes wird der innere Teil des Spulenkörpers mit einem 40 mm breiten Streifen (oder 30 mm, wenn gekürzt wurde) dickem Karton umwickelt, das auf der Oberseite mit Zaponlack bestrichen ist. So entsteht ein Pappröllchen, das später an der Drahtspule haftet und mit dieser abgezogen wird. Der Anfang des Drahtes wird auf dem noch feuchten Zaponlack nach Freilassung eines Stücks von etwa 20 cm Länge zweimal um den Stift l geschlungen und schräg über dem Spulenkörper nach Stift 10 geführt, wie es auf dem folgenden Bild gezeigt wird:


Von dort (Stift 10) geht es weiter nach Stift 2 der rechten und dann nach Stift 3 der linken Seite. - So wird fortschreitend weitergefahren, bis wir wieder bei Stift Nr.l angelangt sind und der Spulenkörper mit einem Netz gekreuzter Windungen überspannt ist. Damit ist die erste Lage fertig, die mit ziemlich dickflüssigem Isolierlack oder Zaponlack bestrichen wird. Hierauf erstellt man in der gleichen Weise eine zweite, dritte usw. Drahtlage, bis die in der Tabelle für die einzelnen Spulen angegebene Windungszahl gewickelt ist. Jede einzelne Lage wird durch Bestreichen mit Isolierlack oder Zaponlack gefestigt und versteift, so daß wir später ein freitragendes Drahtgebilde erhalten.
Ist die erforderliche Windungszahl gewickelt, so wird das Ende des Drahtes unter Freilassung eines Stücks von 20 cm Länge mit einer der vorhergehenden Windungen verknüpft.
Ist der Isolier- oder Zaponlack gut ausgehärtet, werden die Stifte der Reihe nach herausgezogen, worauf man die Drahtspule vom Wickelkörper abstreifen kann. Das Pappröllchen bleibt dabei an der Innenseite der Spule kleben, wo es auch verbleiben muß.
Um mit dem Apparat alle Wellenlängen zwischen 180 und 4200 m empfangen zu können, müss einen Satz Honigwabenspulen hergestellt werden, dessen Daten die nachfolgende Tabelle angibt:


Spule
Nummer :

Windungszahl

Drahtlänge in Metern

Wellenlänge m

l

25

4

180 - 430

2

35

6

200 - 550

3

50

9

250 - 700

4

75

14

400 - 1000

5

100

20

500 - 1300

6

150

30

700 - 2000

7

200

42

1000 - 2700

8

250

50

1300 - 3600

9

300

60

1600 - 4200

Zur Verwendung kommt 0,4 mm starker, mit Baumwolle oder Seide umsponnener Kupferdraht, der nach dem oben gezeigten Wickelschema auf einen mit 2 x 16 Stahlstiften versehenen Wickelkörper (unter nicht allzustraffem Anziehen!) aufgewickelt wird.

Hat man sämtliche Spulen in dieser Weise gewickelt, so kommt die zweite Arbeit, das montieren der Spulen.
Zu diesem Zwecke beschaffen wir uns neun Hartholzklötzchen, die wie auf dem folgenden Bild bearbeitet werden.

Auf der Oberseite dieser Hartholzklötzchen werden, der Krümmung der Spulen entsprechend, Rundungen ausgefeilt und versehen sie mit zwei senkrecht durchführenden parallelen Längsbohrungen von 19 mm Abstand, in die man später die Steckstifte einsetzt. Steckstifte werden am besten aus 4 mm dickem Messingdraht, die eine Länge von 20 mm plus X haben sollten - X ist hierbei die Dicke der Holzklötzchen.
Hierauf werden aus festem, zähem Ölpapier oder 0,2 - 0,3 mm dünnem Plexiglas o.ä. Streifen von 40 (oder 30..) mm Breite geschnitten, mit deren Hilfe die Spulen auf den Hartholzklötzchen befestigt werden. Zu diesem Zweck wird das eine Ende mit dem Holzklötzchen, wie auf dem nächsten und letzten Bild zu sehen, unter Darüberlegen eines Messingplättchens mit der rechten Seite des Klötzchens verschraubt.


Dann wird die Drahtspule in diese Höhlung gelegt, das Band wird um den Rand der Spule verlegt und schrauben das freie Ende unter kräftigem Anziehen an der linken Seite des Klötzchens fest. Die Spule wird dann tadellos sitzen. Die Zuleitungsdrähte, die schon vorher durch enge Bohrungen im Klötzchen nach unten geführt wurden, werden auf die richtige Länge gebracht und mit den Kontaktsteckern verlötet.

In loser Reihenfolge werde ich hier nach und nach die Spulenwickeldaten für Luftspulen und Kernspulen angeben, jeweils in tabellarischer Form, mit einem kleinen Spulenschaltbild. Anhand dieser Angaben dürfte es ein leichtes sein, Spulen für jeden Gebrauch - für Einkreiser, Mehrkreiser und Superhets, herzustellen.

Von einem GFGF-Vereinsfreund - Hallo, Egon ! - erhielt ich das folgende Foto eines Wickelkopfes:

Er ist hergestellt worden aus einem Holzgriff (d=32mm) für eine größere Feile. Die Bohrungen (11 Paare 8mm Abstand) sind mittels eines Teilapparates und gutem Holzbohrer (5,5mm) gebohrt. Es passen handelsübliche Rundhölzer stramm in die Bohrungen.

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Siegfried Neumann sandte mir die im folgenden Link Korbspulen-Wickelmaschine vorgestellten Fotos mitsamt ausführlichen Erläuterungen. Anhand der Fotos kann man sich diese Wickelmaschine auch selbst nachbauen.

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Ernst Schlemm sandte mir die Fotos samt Beschreibung seiner Version einer Korbspulen-Wickelmaschine zu. Auch hier wurden gute Ideen hervorragend umgesetzt, herausgekommen ist eine tolle Wickelmaschine mit eigener computerisierter Steuerung.

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Die folgenden Bilder zeigen einen Spulensatz für ein Mittelwellenaudion - die Schwingkreis-, Antennen- und Rückkopplungsspule. Hergestellt wurden sie von Herrn Gernot Pinior.
Man erkennt, dass sie alle den gleichen Aussendurchmesser, sogar den gleichen Innendurchmesser vorweisen. Diese neue Wickeltechnik bewirkt eine erheblich bessere Kopplung zwischen den Spulen, was durch unterschiedliche Durchmesser natürlich deutlich verschlechtert wird. Herr Pinior verwendet dafür unterschiedliche Drahtstärken, wodurch sich der gleichbleibende Durchmesser erklärt.
(Im angegebenen Link erkennt man unten von mir (Jogi) hergestellte Spulen - deutlich sind bei diesen die erheblichen Unterschiede im jeweiligen Durchmesser erkennbar. Die von Herrn Pinior inzwischen hergestellten Spulen weisen eine deutlich verbesserte Güte auf, was sich mit besserem Empfang und deutlich höherer Trennschärfe bemerkbar macht.)



Die kleinen Hinweisschildchen auf dem Sockelboden zeigen den µH-Wert:







Eine sehr pfiffige Idee zeigt dieser ungewöhnliche Spulen-Schwenker:












Viel Spass beim Spulenwickeln !