Ein Teil der hier veröffentlichten Texte und Daten stammen, mit einer am 13.01.02 erteilten Erlaubnis zur Veröffentlichung, v. J. Roschy. Diese Teile wurden aus Radiomuseum.org kopiert.


Die Legende 6L6 - eine einzigartige
Röhrenkarriere


Sämtliche Texte, Fotos, Grafiken und Daten stelle ich hier ausschließlich zur privaten Nutzung vor.
Jegliche gewerbliche Nutzung wird hiermit untersagt!




Am 24. März 2001 feierte eine der erfolgreichsten Röhrentypen ihren 65. Geburtstag. - An diesem Tag im Jahr 1936 wurde die von RCA entwickelte und hergestellte Endröhre 6L6 in die EIA - JEDEC - ELECTRON TUBE REGISTRATION LIST eingetragen, was bei amerikanischen Röhren meistens auch das Markteinführungsdatum ist. [1]

Die Karriere der 6L6 ist wirklich einzigartig. Es ist die erste serienmäßig hergestellte und zugleich berühmteste Beam-Power-Tetrode der Welt.

Das folgende Foto zeigt zwei unterschiedliche 6L6 - im damals üblichen Stahlgehäuse. Hersteller der 6L6 im ersten Bild ist Sylvania.


6L6 von Sylvania



Von Sylvania stammen auch diese 6L6 GA, sehr schöne coke bottle,

6L6 CokeBottle von Sylvania


auch diese 6L6 GX - coke bottle's, mit Keramik-Sockel -


6L6 CokeBottle von Sylvania


- sowie die folgenden 6L6 GC.

6L6 von Sylvania



Von National kam die folgende 6L6 GA -

6L6 von National




und von RCA kamen, branded als Realistic Lifetime, diese 6L6 auf den Markt:


6L6 von RCA



Eine weitere 6L6 GA kam von Tungsram, eine etwas kürzere coke bottle, nur 11 cm hoch.

6L6 GA von Tungsram




Von TungSol kam die 6L6WGB. Es ist die militärische Version der 5881, die auch von Tung-Sol entwickelt wurde. Deutsche Übersetzung Copyright © 2002 Franz Hamberger.)

6L6WGB von TungSol



Tesla verkaufte (unter dem später durch die Privatisierung hinzugekommenen Namen JJ Tesla) diese 6L6 G.

6L6G von Tesla



In Rundfunkempfängern wurde die 6L6 wegen ihrer hohen Anodenverlustleistung von 19 W nur in Geräten der oberen Klasse eingesetzt, aber für Musiker-, Musikboxen-, Beschallungs- und HiFi- Verstärker wurde sie auf Anhieb sowas wie eine Standardröhre, ebenso wurde sie universell in elektronischen und nachrichtentechnischen Geräten im Militär- Zivil- und Amateurbereich eingesetzt.
Obwohl es die erste Ausführung ihrer Art ist, wurde sie nie durch einen grundsätzlich anderen Nachfolgetyp ersetzt und obwohl das Röhrenzeitalter auch schon lange wieder vorbei ist, ist sie immer noch in zahlreichen NF- Verstärkern im Einsatz, ganz besonders in Musikerverstärkern.
Sie ist einer der wenigen Röhrentypen, die heute noch hergestellt werden. Obwohl sie nun seit mehr als 65 Jahren existiert, ist sie immer noch nicht reif zur Rente oder gar fürs Altersheim. [2]

Im Vergleich hierzu wurde im gleichen Zeitraum z.B. die deutschen Standard- Endröhren nacheinander von AL4 zu EL11, EL41 und EL84 gewechselt, dazu kamen noch zeitweilig ECL 11, EBL 1, EBL 21 und ECL 86, meistens mit anderem Sockel und Aufbau oder anderer Heizspannung (AL 4).
Im Eintakt- A- Betrieb erreicht eine 6L6 an 250 V 6,5 W und an 350 V immerhin 10,8 W Ausgangsleistung. Mit einem Paar 6L6 sind bei 360 V Anodenspannung als AB 1 Gegentakt- Verstärker 26,5 W und im AB 2- Betrieb (mit Gitterstrom) 47 W Ausgangsleistung zu erreichen. [3]

Die spätere 6L6 GC erreicht an 450 V im Gegentakt 55 W Ausgangsleistung ohne Gitterstrom. Das folgende Bild zeigt eine solche 6L6 GC, von General Electric.


6L6GC von GE



Beam-Power-Tetroden sind normalen Endpentoden sehr ähnlich, aber im Gegensatz zu diesen befinden sich zwischen Schirmgitter und Anode anstelle eines Bremsgitters Strahlbündelbleche, die wie das Bremsgitter auf Kathodenpotential liegen. Sie werden daher auch Strahlbündel-Röhren bzw. -Tetroden genannt.
Des weiteren haben Steuer- und Schirmgitter die gleiche Windungszahl und die Schirmgitterwindungen sind im Schatten der Steuergitterwindungen angeordnet, was u.a. zu verringertem Schirmgitterstrom führt.
Die Strahlbündelbleche sind in der Elektronen-Hauptrichtung mit Öffnungen versehen, die den Elektronenstrom von der Kathode zur Anode zu einem verhältnismäßig schmalen Strahl bündeln. Wie sonst das Bremsgitter erzeugen sie eine Raumladung, welche Sekundärelektronen zu ihrer Quelle (Anode) zurückdrängen. [3]
Zur Vermeidung von Sekundär-Emission hält man eine kritische Distanz zwischen Anode und Schirmgitter ein. Die Haltestege der beiden Leitbleche liegen ausserhalb des Elektronenstroms, damit durch kleinen Abstand zwischen Gitter und Kathode große Steilheit auftritt. Genau wie bei Trioden bringen diese Röhren fast keine Verzerrungen der dritten Harmonischen, der Schirmgitterstrom bleibt klein - die Charakteristik ist dennoch wie bei einer Pentode.
Mit diesen Leitblechen befinden sich somit fünf Elektroden im System, die weitgehend die gleiche Funktion wie bei Pentoden haben, weshalb sie in der deutschen Literatur meistens auch diesen zugeordnet werden. In Amerika, hauptsächlich bei RCA, bezeichnet man sie jedoch als Tetroden, um deren grundsätzlichen Unterschied zu normalen Pentoden hervorzuheben (und diese somit nicht unter das Pentodenpatent fallen).
Die Kennlinie der Beam-Power-Tetroden (BPT) ist über dem gesamten Aussteuerbereich gleichmäßiger als bei normalen Endpentoden, was die Verringerung ungeradzahliger Oberwellen zur Folge hat, die sich besonders übel anhören. Bei Übersteuerung setzt die Begrenzung jedoch schlagartiger ein als bei Pentoden, so dass - nur in diesem abnormalen Fall - die normalen Pentoden wieder etwas besser sind.
Es wurde bei der 6L6 eine Flachprofilkathode angewandt, die nur auf den breiten Flächen eine Emissionsschicht hat. Mit einem entsprechend geformten Gitter wird ein über der gesamten Emissionsfläche gleichmäßiger Gitter- Kathodenabstand ermöglicht, ähnlich den europäischen Ovalkathoden, wie sie erstmals in AL4 und EL3N verwendet wurden. [4]

Für an dieser Information interessierte kommen mit dem folgenden Link zu einer Seite die die Unterschiede zwischen der Beam-Power-Tetrode und der Pentode in Wort und Bild beschreiben. Eine hochinteressante Seite!

Das nächste Bild zeigt eine 6L6GC aus chinesischer Produktion, im sog. Coke-Bottle- oder Dom-Gehäuse. Sie stammt aus der chinesischen Fabrik Shuguang in Changsa. - Zum Größenvergleich habe ich eine Stahl-6L6 danebengelegt.
Diese kleinere Dom-6L6 ist (über alles) 10 cm hoch und hat einen größten Kolbendurchmesser von 4,3 cm.



Chinesische 6L6



Das nachfolgende Foto zeigt eine weitere 6L6 aus russischer Fertigung, Hersteller ist Sovtec. Es ist eine 6L6 WGB, mit dem russ. Aufdruck 6P3C-E.

6L6WGB von Sovtec


6L6WGB von Sovtec



Vom englischen Hersteller Brimar stammt die 6L6 GA :


6L6GA von Brimar



Der Hersteller Raitheon kam mit dieser 6L6 G auf den Markt:

6L6G von Raitheon



Auch vom Japaner Toshiba wurden 6L6 hergestellt, das Bild zeigt eine 6L6 G.


6L6G von Toshiba



Eine weitere 6L6 des italienischen Herstellers Fivre (Fabbrica Italiana Valvole Radio Elettriche, via Guastalla 2, Milano, Italia) zeigt das nächste Foto, auch diese besitzt die (heute wieder sehr begehrte) Dom-Form.

6L6 von Fivre (Italia)


Diese 6L6 ist (über alles) 13 cm hoch und hat einen größten Kolbendurchmesser von 5 cm.
Leider wurde die typische italienische Steuermarke, die früher auf allen italienischen Röhren kleben mußte, nicht sehr sorgfältig behandelt.


6L6 von Fivre (Italia)


Gleiche Form und fast gleiche Höhe (12,8 cm) hat die 6L6 der italienischen Firma SICTE.
S.I.C.T.E. = Società Italiana Costruzione Tubi Elettronici - Pavia (Italienische Gesellschaft für die Herstellung der Röhren - Stadt Pavia).


6L6 von SICTE (Italia) 6L6 von SICTE (Italia)



Auch aus China, aus Shuguang, kamen 6L6, das folgende Foto zeigt eine 6L6 GA (s. auch weiter oben).

6L6GA aus China



Auffällig für eine Röhre dieser Leistungsklasse, aber ganz typisch für die 6L6, ist die außergewöhnlich dünne Kathode, besonders im Vergleich zu wesentlich schwächeren Endröhren, z.B. AL4. Die Heizleistung beträgt nur 5,67 Watt (= 0,9 A bei 6,3 V).
Die Beam Power Tetroden wurden vor allem in Amerika zur harten Konkurrenz zu den Endpentoden, die fast verdrängt wurden. In Europa hielt jedoch Philips als Pentodenerfinder zumindest in der NF-Verstärkertechnik noch sehr lange an Pentoden fest, z.B. EL 34 und EL 84.
Telefunken setzte jedoch ab 1939 mit den Typen ECL 11 und UCL 11 eine Abwandlung von BPTn ein, welche noch nicht einmal mehr Strahlbündelbleche hatten, stattdessen war ein Rest- Bremsgitter vorhanden, bestehend aus nur noch zwei Stäben und schmalen Blechstreifen an den Glimmerplatten.
Bei Zeilenendröhren setzte sich die BPT jedoch überall vollständig durch.

Die BPT wurde schon 1933 bei EMI/MOV in England entwickelt mit der Absicht, das Philips-Pentodenpatent umgehen zu können. Man glaubte jedoch, solche Röhren nicht herstellen zu können und verkaufte bzw. tauschte die Rechte an RCA für ein Butterbrot - eine verhängnisvolle Fehlentscheidung. [5]
Original erschien die 6L6 im Vollmetall-Kolben in der Baugröße MT10A, die größte Bauform der damaligen RCA- Octal- (Stahl-) Metallröhrenserie mit 31,5 mm und 106 mm Höhe und einem Schweißnahtsaum von 40,5 mm oberhalb des Sockels, welcher der Röhre das Aussehen eines überhohen Zylinderhutes verleiht.
Außer in der Original- Metallausführung erschien sie nach und nach in allen möglichen Glaskolbenformen, so als 6L6G im Domkolben und Quetschfußtechnik (* 12.6.36), in Zylinderform als 6L6 GA (* 16.3.43), ca. 35 mm x 115 h und ab der 6L6 GB (* 16.4.54) mit Pressglasboden und nur mit 35 mm x 87 mm Höhe.

Einen besonderen Fortschritt stellte die 6L6 GC (* 1.12.58) dar mit nun 450 V maximaler Anodenspannung und 30 W Anodenverlustleistung mittels größeren Anodenkühlflügeln und daher 38 mm x 98 mm h.
In verschiedenen Sonderausführungen erschien sie unter anderer Bezeichnung u.a. als:
- 6AL6 mit Scheitel- Anodenanschluss (* 21.8.39)
- 1614 für Sendezwecke
- 1619 mit direkter Heizung 2,5 V, 2 A, geringerer Leistung und Steilheit (s. Bild, eine 1619 von RCA)


1619 von RCA



- 1622 für hohe Lebensdauer (s. Foto, eine RCA-1622)

1622 von RCA



- 1631 mit 12,6 V Heizung
- 5881 / 6L6WGB in Glas- Kleinbauform (* 10.10.50).


Die nachfolgenden Fotos zeigen 5881-Typen von verschiedenen Herstellern. Die ersten beiden Fotos zeigen eine RCA - 5881.


Die 5881 von RCA Die 5881 von RCA



Von Tung-Sol wurden die 5881 auf den beiden folgenden Fotos hergestellt:

5881 von TungSol 5881 von TungSol



Von Tung-Sol stammt die Militär-Version der 5881:


JAN 5881 von TungSol



Die amerikanische Firma Mesa/Bogie, aus Peataluma, vertrieb diese toll aussehenden (aber aus russischer Fertigung stammende) 5881, mit einem völlig anderen Sockel:

5881 von Mesa



Dies ist die sog. "coin base", also frei übersetzt Münzensockel, der in den 80er Jahren aufkam. Um Herstellungskosten zu sparen, habe die Amis die Zuführungen nicht mehr als dünne Drähte ausgeführt, die dann anschliessend recht mühsam durch die Stifte des Octalsockel gefädelt - der dann auch noch verklebt wurde -, und verlötet werden musste, sondern als Pressglassockel wie bei Locktalröhren (aha, die alte Sylavania-Technik neu entdeckt...) mit dickeren Drähten. Diese waren so stabil, dass sie die Röhre tragen konnten. Sie brauchten also nur die kleine Bakelitscheibe mit den Hohlstiften, durch die die Drähte ganz einfach maschinell eingeführt und OHNE zu verkleben verlötet wurden.
Hinweis: Diese Mesa 6L6-5881 ist eine Sovtek 5881 - die ganz einfache Ausführung - welche immer noch von Sovtek zu bekommen ist. In der Zwischenzeit scheint aber Mesa umgestellt zu haben und verwendet jetzt die 5881WXT+ von Sovtek, welche die gleichen Sockel hat wie die Electro Harmonic's.

Auch von Philips wurden 5881 hergestellt, wie die folgenden Fotos beweisen (Philips ECG, somit die übernommene Sylvania):



5881 von Philips 5881 von Philips


5881 von Philips




Von Sovtek, Russland, kam diese 5881, auch diese mit einer anderen Sockelform:

5881 von Sovtec




Eine Weiterentwicklung dieser Röhre war die von RCA entwickelte 7027 A. Diese ist eine heute heiß begehrte und absolut rar gewordene 35-Watt-High-End-BPT. Glücklich schätzen darf sich der, der sie in seinem Besitz hat, "fast zu schade" für den täglichen Einsatz.


7072A von RCA 7072A von RCA




Für an die Daten dieser Röhre Interessierte habe ich hier einen Link auf eine Seite mit den Daten der 7027 A, herauskopiert aus dem RCA Receiving Tube Manual, platziert.

Eine weitere Rarität und äußerst begehrt unter den HiFi-Fans ist die 6G-B8 von Toshiba, auf einer Extraseite.


6G-B8 von Toshiba



Für an diesen Daten Interessierte habe ich hier einen Link auf eine PDF-Datei mit einem Datenblatt zur 6G-B8 von Toshiba platziert.

Aufgrund ihres Erfolges wurden aus der 6L6 weitere Typen mit sehr ähnlichem Aufbau und Charakteristik abgeleitet, bzw. weiterentwickelt.
Hier ist zunächst die legendäre Senderöhre 807, deren militärischer Pendant die VT100 war zu nennen, mit 9 mm- Scheitel- Anodenanschluss, Gitter-/ Anodenabschirmungen, 5- Stift- Sockel UX 5 und Domkolben.


807 QE06/50


Hier eine weitere 807 (QE06/50) von RSD auf einer Extraseite:

Die 807 (QE06/50) von RSD


Eine weitere 807, es ist eine aus den USA stammende Raytheon RK 807, zeigt das folgende Foto:

RK807 von Raytheon



RCA verkaufte diese 807:

Eine 807 von RCA Eine 807 von RCA



Das erste der beiden folgenden Fotos zeigt zwei nebeneinander stehende 807, eine QE 06/50, = 807 von Siemens, daneben eine in Russland gefertigte G 807. - Das zweite Foto zeigt die VT 100 A.












Im nächsten Bild sind nochmals einige der Siemens QE 06/50 zu erkennen.









Auch von Valvo wurde offensichtlich die QE 06/50 / 807 hergestellt:









Eine weitere Valvo QE 06/50 / 807 im smoked glass - Kolben zeigen die folgenden Fotos, bei denen ich mir sicher bin daß diese Röhre in England (Mullard) hergestellt wurde:








Eine anders bezeichnete Version der 807 / QE 06/50 ist die QV 05/25. Sie ist jedoch mit der QE 06/50 baugleich.
Die folgenden Fotos zeigen drei verschiedene Typen, zwei von Mullard in England hergestellt, eine dritte von einem weiteren englischen Hersteller. Hier erkennt man auch die Herkunft, die Verwandschaft, mit der soeben gezeigten QE 06/50 von Valvo (smoked glass) :


EXTRASEite
Zunächst Nahaufnahmen der Röhre links im Bild :



Es folgen Nahaufnahmen der rechten Röhre :

/extraseite

Die angekündigte dritte Röhre eines weiteren (mir nicht bekannten) englischen Herstellers, die diese Röhre unter der (Militär-) Bezeichnung CV124 vertrieb:

Extraseite mit Sprungadresse

Die hier eingesetzten Zündhütchen-förmigen Getterpfannen sehen sehr denen in russischen Röhren verwendeten ähnlich :

/extraseite



Auch eine 807, nur anders aufgebaut, ist die 6TP der italienischen Firma FIVRE mit 6,4 mm- Scheitel-Anodenanschluss, 6- Stift- Sockel und zylindrischem Kolben.
Einerseits wurde eine 6TP mit Datumsstempel Juli 1941 vorgefunden, während die 807 erst am *24.9.43 in [1] eingetragen wurde, offensichtlich mit erheblicher Verspätung. Es spricht wenig dafür, dass FIVRE mit der 6TP zuerst da war und die 807 die RCA- Antwort auf die 6TP ist, sicher war es umgekehrt.









Von Sylvania wurden die 5933 hergestellt. Das folgende Bild zeigt drei Sylvania "Gold Brand" GB 5933 vor einem Original-Karton. Diese Röhre ist elektrisch identisch mit der 807 - QE 06/50. Sie unterscheidet sich jedoch erheblich in ihrem Aufbau von dieser: kurze, gedrungene Kolbenbauform, dicker Bakelitsockel. Optisch längst nicht so schön wie eine 807, dieser jedoch hinsichtlich der Kapazitäten deutlich überlegen.











Im zweiten Weltkrieg fand sie weiteste Verbreitung in Funkgeräten der westlichen Alliierten und noch lange danach bei unzähligen Funkamateuren. In Europa wurde sie als QE06/50 bezeichnet, Varianten der 807 sind 1625 (Heizung 12,6 V) (* 24.9.43) und 5933 (* 14.8.50).
Bemerkenswert ist auch die 1624 (* 24.9.43), die im Aufbau identisch mit der 807 ist, aber eine direkte Heizung hat (2,5 V 2 A), was man nur bei genauem Hinsehen erkennen kann. Sie bedeutet zur 807 das, was die 1619 zur 6L6 bedeutet und hat auch geringere Leistung und Steilheit als die 807.

Die 1624 wurde auch von RCA als JAN 1624/VT165 hergestellt.








Von RCA gab es sie sowohl als VT-165, wie das vorherige Bild zeigte, als auch als 1625.












Von KEN-RAD stammen diese 1625:








Auch National Union stellte die 1625 her, das folgende Foto zeigt eine deutsche Verpackung mitsamt Röhre.










Als Zeilenendröhre erschien eine 6BG6G (* 20.7.46), die im wesentlichen eine 6L6G mit Scheitel- Anodenanschluss oder eine 807 ohne Gitter-/ Anodenabschirmungen darstellt.

Das folgende Foto zeigt eine solche 6 BG 6 von RCA.







Das nächste Bild zeigt eine 6 BG 6 G von ITT.











Auch in Europa reagierte man auf die 6L6 und man brachte die Typen AL 5 und EL 5 (* 22.12.36) mit gleicher Charakteristik, aber 1½-facher Heizleistung der 6L6 heraus. Während Telefunken diese Röhren auch als echte Strahlbündel- Röhren baute, wurden sie von Philips natürlich nur als normale Pentoden geliefert. [4;6]
Die 4688 = AL 5/375 und die 4689 = EL 5/375 (* 26.6.37) sind für bis zu 375 V Anodenspannung geeignete Ausführungen von AL 5 und EL 5.
Eine Weiterentwicklung hiervon ist die 4654 = EL 5/600, die mittels Scheitel- Anodenanschluss bis zu 600 V Anodenspannung betrieben werden kann und dabei im Gegentakt 69 W abgibt. (* 11.10.39) [6]
Bald danach wurde die 4654 durch eine EL 50 ersetzt, die dann imstande war, an 800 V im Gegentakt 84 W abzugeben. (* 23.11.40) [7]. Die 4654 erschien auch mit Octalsockel als EL39.

In England, wo das Beam-Power-Tetroden - Prinzip erfunden wurde, begann man auch, Röhren nach dem Vorbild der 6L6 zu bauen. Die bekannteste und der 6L6 ähnlichste Type ist die KT 66 (KT = Kinkless Tetrode, Tetrode ohne Knick)).
In der Heizleistung entspricht sie eher der EL 5, ist aber sonst eine echte Strahlbündel- Röhre. (* 1937) [2;5]
Auch die Russen konnten sich für die 6L6 und ihre Abkömmlinge erwärmen. So gab es die Typen 6Ï3C, 6Ï7C und Ã-807, entsprechend 6L6G, 6BG6G und 807. [8]

Die Kolbenformen der in den USA hergestellten 6L6 waren:
6L6...........Metall, MT10 (Pa=19W)
6L6 G........Glas, ST16 (Shoulder-Type, dicker Domkolben, Pa=19W)
6L6 GA......Glas, ST14 (verkleinerter Domkolben, Pa=19W)
6L6 GB......Glas, T12 (Tubular, zylindrischer Kolben, gibt es mit Quetschfuss und Pressteller, Pa=19..21W)
6L6 WGB...Glas, T11 (kompakte Bauform, Neukonstruktion mit Pa=23W)
6L6 GC......Glas, T12 (moderne Konstruktion mit höherer Pa=30W)

Aus Russland, von Svetlana, kommt diese 6L6 GC (Herstellungsdatum Dezember 2002), die ich von Dirk, www.Tube-Town.de als Quartett erwarb und die eine hervorragende Verarbeitung aufweisen:











Ich erhielt diese Röhren gematcht, mit paarweise je 38 und 38,5 mA gemessen. In meinem Amp stellte ich den Ruhestrom jeder einzelnen Röhre entsprechend ein. Nach einer Anheizzeit von 2 Stunden, in der ich die Röhren ohne Anodenspannung beheizte, hatten sich die Ruhestromwerte nur im Bereich 0,1 - 0,2 mA verändert - ein Klasse-Ergebnis! Ich justierte die Ruheströme dann nochmals nach und nach 5-stündigem Betrieb bei mittlerer Lautstärke (meine Nachbarn wirds nicht unbedingt gefreut haben...) zeigten sich keine Änderungen mehr. Die Röhren bringen einen druckvollen Sound, herrlich aufgelöste Instrumente und Stimmen. Ich bin sehr zufrieden mit diesen Svetlana-Röhren!











Im Forum wurde wurde die Frage nach der Qualität und Beschaffenheit der JJ - Röhren, u.a. der 6L6, gestellt.
Ich habe mir deshalb nun von Dirk, www.Tube-Town.de, je ein Quartett gematchte 6L6GC (6L6EH) von Electro Harmonix, (nochmals) die oben bereits beschriebene SV6L6GC von Svetlana und die 6L6GC von JJ kommen lassen. Diese habe ich dann - rein subjektiv ! - auf meinem obigen Amp getestet.
Am besten gefielen mir die EHs, sie brachten einen guten Hauch mehr an Bass. Direkt danach kamen die Svetlana. - Ich habe es mir wirklich schwer mit dieser Wertung getan, eigentlich sind sie beide gleich gut !
Das "Schlußlicht" waren die JJ's, obwohl es wirklich sehr unfair ist, sie als Schlußlicht zu bezeichnen. Sie brachten wirklich nur ein Hauch weniger Bass. Die Mitten- und Höhenwidergabe waren bei allen drei Typen gleich gut, ebenfalls die musikalische Auflösung der Instrumente, sie war hervorragend.
Zum Systemaufbau.. - nun, auf den ersten Blick erscheinen die einen wuchtiger als die anderen. Schaut man sich die Systeme aber von allen Seiten an, dann erkennt man daß sie doch ziemlich gleich große Anodenbleche haben. Während die 'Russinnen' eine eine etwas längere Anode besitzen, hat die JJ-Röhre dafür einen grösseren Anoden-Durchmesser.
Rein optisch gefielen mir die JJs besser - sie weisen einen wirklich gut gelungenen runden Kolbendom auf, während die Softec's und Svetlana's einen abgeflachten Kolbendom mit mehr oder weniger ausgeprägter Delle besitzen.

Die folgende Fotos zeigen zunächst die drei Typen nebeneinander, danach zeige ich dann jede Type für sich, mit detailreichen Nahaufnahmen auf einer Extraseite.













Nachdem ich nun mit den Sovtec-6L6 so zufrieden war, wollte ich mir auch die KT 66 von Sovtec anhören. Leider besaß ich bisher nur ein Exemplar (s. 6L6-Seite 2, zur KT 66 u.a.), deshalb bestellte ich mir kurzerhand auch hiervon nun bei Dirk, www.Tube-Town.de ein Quartett dieser Röhren. Die folgenden Fotos zeigen diese sehr schöne Röhre.
Vorab, zum Klang: Hervorragend! - Und mein 6L6-Amp wirkt gleich doppelt so gut...:














Uwe Menrath sandte mir nun die folgenden Fotos zu, sie zeigen einmal eine KT88, eine 6CA7 (EL34) und eine eine 6P3S-E (die fette russische 6L6), alle aus russischer neuer Fertigung. Uwe schrieb mir folgendes dazu:

Es sind dargestellt je zwei Exemplare der 6CA7, der KT88 (beides von Electro Harmonix) sowie der 6P3S-E von Reflektor, jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven, sowie der direkte Vergleich beider EH-Röhren und aller drei.
Man erkennt sehr deutlich, dass sich die EH-Röhren kaum von einander unterscheiden. Die Anode der KT88 hat einige Kühlfinnen mehr im Vergleich zu der der 6CA7, zudem ist der Gittekühlflügel größer. Dagegen ist das System der 6P3S-E insgesamt deutlich kürzer und die Anode damit kleiner - was bei der gleichen maximalen Anodenbelastbarkeit der 6CA7 (= Beam-Power-EL34) und der 6P3S-E ein wenig verwundert.







Interessant wäre es jetzt einmal, alle drei Röhren in gleichem Schaltungsaufbau gegeneinander antreten zu lassen...


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Fast genau so berühmt wie die 6L6 wurde die 6V6, die kleine Schwester der 6L6.

Sie wurde auch als Militärröhre unter der Bezeichnung VT 107A gefertigt. Die hier gezeigte 6V6 wurde von RCA hergestellt.







Die Militärausführung stammt von RCA, es ist eine Stahlausführung und wurde 6V6y benannt.









Da die 6L6 für mittlere und kleinere Empfänger zu stark war, war man in den USA in dieser Geräteklasse weiterhin auf Endpentoden wie 6F6 und 6K6 angewiesen. Als Nicht- Inhaber des Pentoden- Patentes, aber Inhaber des BPT- Patentes war dies für RCA ein unerwünschter Zustand.
Daher entwickelte man eine weitere BPT mit kleinerer Leistung (Paff = 12 W), die als Standard- Endröhre für normale Rundfunkempfänger eingesetzt werden konnte. Diese erschien am *27.7.1937 mit der Bezeichnung 6V6, zunächst wie die 6L6 auch als Metallröhre und danach in den verschiedenen Glasausführungen 6V6-G, -GT und -GTY.
Die Kathode der 6V6 wurde abermals gegenüber der 6L6 verkleinert und rückt mit nur 0,45 A Heizstrom in die Nähe von Vorstufenröhren.


Von Mazda, Frankreich, kam diese 6V6 GT:










Ein Röhren-Karton der Firma Mazda:











Auch aus Frankreich, vom Hersteller "Radiofotos Grammont", kam die folgende 6V6 G:










Ebenfalls aus Frankreich kam diese 6V6 G. - Hersteller dieses schönen Exemplars war die Fa. Visseaux:







Aus Italien, von der Firma MWT, kam diese 6V6 GT.











Von Tungsram aus Ungarn kam diese 6V6 G auf den Markt:










Aufdruck: "IMPORTE DE HONGRIE"









Aufdruck:"TUNGSRAM 6V6 G BARIUM-TUBE"









Auch die 6V6 war auf Anhieb sehr erfolgreich und erreichte entsprechend des Bedarfs wesentlich größere Produktionszahlen als die 6L6. Damit wurde nun zumindest in den USA die weitgehende Verdrängung der Endpentoden eingeleitet.

Allerdings war die Karriere der 6V6 nicht so geradlinig und durchgehend wie die der 6L6, da sie alsbald Konkurrenz von anderen Typen mit gleicher Charakteristik, aber modernerer und insbesondere kleinerer Bauart bekam.


Aus Russland kam diese 6V6-Bauform:











Am 16.2.39 erschien dann von der "bösen" Konkurrenz (Sylvania / Philco) in Locktal- Allglastechnik die 7C5 als Gegenstück zur RCA - 6V6 in Allmetalltechnik.

Einige Jahre später, am *14.2.46, erschien (wieder von RCA) die 7- Stift- Miniaturröhre 6AQ5 (s. nächstes Foto), welche dann einige Jahre später von Lorenz in Deutschland als EL90 verkauft wurde. Zumindest für die damalige Zeit war es revolutionär, eine Endröhre mit 12 W Anodenverlustleistung in einem Glaskolben von nur 52 mm h x 18 mm unterzubringen.












Möglicherweise traute man der zur 6AQ5 miniaturisierten 6V6 nicht voll und so erschienen später mehrere Typen in Novalausführung mit den Daten der 6V6. So gab es die 6BW6 (*17.4.50) und, mit anderer Sockelschaltung, die 6CM6 (*9.10.53). Mit leicht anderer Charakteristik, aber sonst kompatibel zur 6CM6 erschien am *5.11.56 die besonders für höhere Betriebsspannungen geeignete 6CZ5 von RCA, siehe Foto.











Wiederum der 6CZ5 sehr ähnlich ist die 6973 (*12.8.57), siehe auch das nächste Foto, die speziell für Ultralinear- Gegentaktschaltungen entwickelt wurde und daher auch öfter in Musikboxen anzutreffen war.









Eine sehr seltene - und besonders teure - 6L6-Variante ist die 7868.
Es ist eine kleine Novar-Röhre (s. weiter unten), in einer Rockola-Musikbox meines Freundes Siegfried Neumann sitzen zwei davon in Gegentaktschaltung, bei ca. 360 Volt leisten sie etwa 30 Watt Leistung.
(Eine 7868 in einer Jukebox dürfte eher die Ausnahme gewesen sein, da sie gar nicht robust genug für diese Anwendung ist.)
Es gab diese Röhre in zwei verschiedenen Ausführungen, mit dem Pumpstutzen oben sowie auch unten, wie es das folgende Foto beweist. Die linke Röhre, mit dem Pumpstutzen unten, stammt von RCA, die rechte mit dem Pumpstutzen oben wurde von Sylvania hergestellt.












Heute genießt die 6V6 und ihre Abkömmlinge jedoch weit weniger Bedeutung als sie die 6L6 immer noch hat. Für die Einsatzgebiete, in denen heute noch Röhren zur Anwendung kommen - HiFi- und Musikerverstärker - wird die 6V6 eher als zu schwach angesehen.

Zum Ende der 50er Jahre sahen sich die US Röhrenhersteller mehr und mehr von der EL34 bedrängt, da eine Reihe neuer HiFi Verstärker von allen namenhaften Herstellern auf den Markt drängte die die EL34 der 6L6 bevorzugen, da diese auf Grund ihrer hohen Steilheit sehr einfache PP Schaltungskonzepte mit nur einer Pentoden/Triodenkombination (ECF 80/82, 6AN8, 7119 etc.) als Phasensplitter/Vorstufe zuließen. Im Gegensatz braucht man zur Vollausteuerung eine 6L6 mindestens eine Doppeltriode allein im Phasensplitter.
Als Antwort darauf hat RCA 1961 die steile 7591 als Variante zur 6L6 entwickelt. Auch sie hat Ptot 19 W, allerdings jetzt mit 10 mS. Als weiteren Vorteil benötigt sie nur 800 mA Heizstrom und hat einen winzigen Kolben, etwa in der Größe der 6V6. Die 7591 - vor allem die verbesserte 7591 A - hat dann ihren Einzug im Heim-HiFi angetreten und wurde bei fast allen namenhaften Herstellern wie Eico, Harman Kardon, Fisher, Scott und sogar McIntosh's MC 225 eingesetzt.

Es folgen Fotos solcher 7591. Diese war nach der 6L6 u. EL 34/6CA7 - Ära in USA die wichtigste BPT.
Es ist auch anzumerken, daß die Japaner die Amis nicht nur mit besseren Autos, sondern teilwiese auch besseren Röhren "beglückt" hatten.
Das folgende Bild zeigt Skizzen mitsamt Sockelschaltungen der 7868 und der 7591.












Die Toshiba 7591, welche auf dem nächsten Foto zu sehen ist war neben vielen anderen ein solche. Diese speziellen Hi-Fi Ausführungen hat die US Originale in punkto saubere Soundcharacteristic und Lebensdauer in die Schranken verwiesen... ;-).
Mein Freund Dieter Wolbart hat ein Quad davon in seinem MC 225, der die RCAs wirklich alt aussehen läßt.











Von RCA kam die folgende 7591 A...








...sowie von Westinghouse die folgende, mit Eico brand versehene 7591.










Das folgende Bild zeigt 7591 A mit drei verschiedenen brands: The Fisher, RCA und Philips-ECG.







Die seit neuem auferlegte EH (Electro Harmonix) von Sovtek beweist, wie wichtig diese Röhre sogar heute noch (oder wieder) ist. Es gibt immer noch derartig viele zig-tausend US- und Japan-made Receiver und Amps die die 7591 benutzen, daß es sich für Sovtek lohnte, sie neu aufzulegen.
Interessanterweise hat Sovtek die 6L6-Basis genommen und diese so angepaßt daß die Eigenschaften einer 7591 herauskamen. - Und, überaschenderweise, ist diese sogar eine excellente Röhre, vom Klang und der Verarbeitung her. Sie hat den US- und Japanischen Markt im Sturm erobert.
Die hier gezeigte EH 7591 A wurde von Sovtek/Elektro Harmonics als Realistic LongLife für Radio Shack in den USA hergestellt.










Eine weitere BPT - ebenfalls eine Endstufenröhre mit hervorragenden klanglichen Eigenschaften war die 6Y6 - hier ein Foto einer 6Y6 G von RCA:











Eine weitere 6Y6 zeigen die folgenden Fotos - es ist eine 6Y6 GT von GE, General Electric, mit einer völlig anderen Bauform:






Für an dieser Information Interessierte habe ich hier einen Link auf eine Seite mit den Daten der 7591 platziert.

Für an dieser Information Interessierte habe ich hier einen Link auf Datenblatt von GE zur 6Y6GT platziert.

Etwas später kamen dann noch zwei weitere elektrisch identische Varianten auf den Markt, die 7868 in Novarausführung, sowie die eben kleinere 6 GM 5 in Novalausführung - es ist erstaunlich, wie die mit der Abwärme zurecht kam...
Die 7591/7868 Typen wurden von RCA, Sylvania, Westinghouse u. GE hergestellt, sowie Toshiba in Japan. Herstellernachweise für 6 GM 5 kann ich nur von RCA u. Sylvania finden.
Die 7591 Familie gehört mit zu den am besten klingenden BPT !

Der Novar-Sockel von Sylvania ist der Vorläfer des Magnovalsockels. Er hat den gleichen Kreis und Pinabstand, aber nur die dünnen Stifte des Noval. Das macht die Röhren sehr empfindlich gegen verbiegen. Philips hat dann einfach die Stifte dicker gemacht, um diesen Umstand zu beseitigen und, voilà, der Magnoval war geboren...

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* = frühestbekannte Erwähnung, z.B. in [1; 6; 7]

Literatur:

[1] Electron Tube Registration List, Electronic Industries Association, Washington D.C., USA, 1972.
[2] 70 Years of Radio Tubes and Valves, John W. Stokes, Vestal Press, USA / New Zealand, 1982.
[3] RCA Receiving Tube Manual, Harrison, N.J. , USA, 1947.
[4] Rundfunkröhren, Eigenschaften und Anwendungen, Ludwig Ratheiser, Berlin, 1939.
[5] History of the British Radio Valve to 1940, Keith R. Thrower, England, 1992.
[6] Daten und Schaltungen moderner ... Röhren, 2. Band, Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven, 1940.
[7] Desgl., jedoch 3. Band, 1942.
[8] RADIO, Nº 1, 1967, Moskau, UdSSR.


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Hinweis zur Geschichte der 6L6:
Anfang der 50er Jahre (1953) wurde diese Röhre in der DDR auch vom VEB Werk für Fernmeldewesen (WF) in Berlin-Oberschöneweide hergestellt, später dann zum VEB Röhrenwerk Mühlhausen verlagert (bis ca.1959). Die DDR - 6L6 war eine Glasröhre mit zylindrischem Kolben und Domspitze.
Das Foto einer solchen DDR-6L6 von WF:










WF wurde in 'Werk für Fernsehelektronik' umbenannt und produzierte noch bis zur Auflösung der DDR Gasentladungs- und Senderöhren (z.B. RS 1003, möglicherweise mit den Original-Siemens-Maschinen).

Das folgende Bild zeigt ebenfalls eine in der DDR hergestellte 6L6, das Herstellerlabel zeigt OSW = Oberspreewerk Berlin, das spätere 'Werk für Fernsehelektronik', WF.







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Wird fortgesetzt.


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